Alexander Bublik hat mit wenigen Sätzen dafür gesorgt, dass ein mögliches neues Duell mit AlexanderZverev zusätzliche Aufmerksamkeit bekommen dürfte. Bei einer Fan-Veranstaltung in St. Petersburg wurde der Kasache gefragt, welchen Gegner er sich für ein mögliches Finale der US Open wünschen würde – und seine Antwort fiel eindeutig aus.
„Sie haben mich also in ein Grand-Slam-Finale gesteckt. Nicht schlecht. Wenn ich das Finale der US Open erreiche, ist mir egal, wer mein Gegner ist. Wenn ich aber wählen muss, dann soll es Sascha Zverev sein. So hätte ich mehr Chancen.“
Die Bilanz erklärt Bubliks Selbstvertrauen
Bubliks Aussage wirkt provokant, bekommt durch seine bisherige Bilanz gegen Zverev jedoch einen klaren sportlichen Hintergrund. Viermal trafen die beiden bislang auf der ATP Tour aufeinander, drei dieser Matches gewann Bublik.
Er setzte sich gegen Zverev in Halle, Montpellier und Rotterdam durch. Zverevs bislang einziger Erfolg gelang beim Masters in Monte Carlo 2023, wo er Bublik in drei Sätzen besiegte. Seit der Saison 2023 standen sich beide nicht mehr in einem offiziellen Match gegenüber.
Genau diese 3:1-Bilanz macht verständlich, warum Bublik ausgerechnet Zverev als bevorzugten Gegner nennt. Sie garantiert für ein mögliches weiteres Duell nichts, zeigt aber, dass seine Aussage nicht völlig losgelöst von ihren bisherigen Begegnungen ist.
Eine alte Geschichte bleibt bewusst Vergangenheit
Zusätzliche Spannung liefert die gemeinsame Vergangenheit der beiden. Bublik bestätigte, dass es bereits in ihrer Juniorenzeit zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen war. Details wollte er jedoch ausdrücklich nicht nennen.
„Ja. Ich würde die Geschichte nicht erzählen. Sie liegt in der Vergangenheit. Ja, wir hatten eine Auseinandersetzung, es ist passiert, aber ich möchte nicht ins Detail gehen. Wir sind beide hier, also sind alle sicher. Ich denke nicht, dass wir über die Vergangenheit sprechen sollten, besonders nicht in so einem Fall.“
Damit setzt Bublik selbst eine klare Grenze zwischen der alten Episode und der heutigen sportlichen Beziehung.
Ein mögliches Wiedersehen bekommt mehr Gewicht
Noch ist ein neues Match zwischen keineswegs garantiert. Beide sind jedoch für den Laver Cup vom 25. bis 27. September in London gemeldet. Bublik spielt dort für Andre Agassis Team World, Zverev für Yannick Noahs Team Europe.
Nach Bubliks jüngster Aussage hätte ein erstes Duell seit 2023 nun automatisch eine zusätzliche Ebene: die Frage, ob seine auffällig gute Bilanz gegen Zverev auch beim nächsten Aufeinandertreffen Bestand haben kann.
