Alexander Zverev bezwingt Khachanov und greift nach dem US-Open-Titel

by Faruk Imamovic
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Alexander Zverev bezwingt Khachanov und greift nach dem US-Open-Titel
© PolymarketSport/X/Fair Use

Alexander Zverev steht zum zweiten Mal im Finale der US Open. Der Hamburger bezwang Karen Khachanov mit 6:3, 7:6 (7) und 7:6 (6) und erhält damit sechs Jahre nach seiner Niederlage gegen Dominic Thiem eine weitere Chance auf den Titel in New York.

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Zverev setzte im ersten Satz beim Stand von 4:3 den entscheidenden Akzent. Das Break zum 5:3 reichte ihm, um den Durchgang anschließend sicher auszuservieren. Im zweiten Satz nahm er Khachanov früh den Aufschlag ab, gab den Vorteil nach einem Doppelfehler jedoch wieder her. Eine weitere Breakchance des Russen wehrte Zverev ab, bevor er den Tiebreak gewann.

Khachanov verpasst seine Chancen

Der dritte Satz verlief vollständig ohne Breakmöglichkeiten. Khachanov erwischte im Tiebreak den besseren Start und führte 3:0. Nach zwei Stunden und 53 Minuten erarbeitete er sich sogar zwei Satzbälle. Beide endeten mit Fehlern des Russen. Zverev nutzte daraufhin seinen ersten Matchball mit einem Ass; ein Rückhandfehler Khachanovs beendete das Halbfinale.

Gerade diese Schlussphase war entscheidend. Zverev dominierte nicht jeden Abschnitt, blieb aber in den Punkten stabil, die den Verlauf des Matches veränderten. Zwei gewonnene Tiebreaks gegen einen Gegner ohne Breakchance im dritten Satz zeigen, dass sein Aufschlag und seine Konzentration unter maximalem Druck funktionierten.

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Eine Grand-Slam-Saison mit neuer Konstanz

Der Finaleinzug setzt Zverevs starke Saison bei den wichtigsten Turnieren fort. Bei den Australian Open scheiterte er nach einem engen Halbfinale am späteren Champion Carlos Alcaraz. Bei den French Open verlor er gegen Flavio Cobolli. In Wimbledon erreichte er das Endspiel auf Augenhöhe mit Jannik Sinner.

In New York gewann Zverev erstmals bei dieser Ausgabe ein Match am Tag, nachdem er zuvor überwiegend in den Abendsessions gespielt hatte. Die Umstellung auf andere Licht- und Temperaturbedingungen beeinträchtigte ihn nicht. Seine Leistung blieb sachlich und effizient, ohne dass er dauerhaft sein spektakulärstes Tennis benötigte.

Im Finale trifft Zverev auf Ben Shelton, gegen den er alle fünf bisherigen Duelle gewonnen hat. Diese Bilanz macht ihn zum Favoriten, garantiert aber wenig gegen einen Gegner, der erstmals ein Grand-Slam-Endspiel erreicht und mit Aufschlag sowie Publikumsenergie besonderen Druck erzeugen kann.

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Zverevs Ausgangslage ist dennoch besser als 2020. Er kennt die Belastung eines New Yorker Finales und hat in dieser Saison wiederholt die späten Runden erreicht. Nun muss er die wichtigste Verbesserung liefern: Nach starken zwei Wochen darf der letzte Sieg nicht erneut fehlen.

Alexander Zverev
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