Alexander Zverevs US-Open-Sieg verändert den internationalen Ton

by Faruk Imamovic
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Alexander Zverevs US-Open-Sieg verändert den internationalen Ton
© Djoko_UTD/X/Fair Use

Alexander Zverevs erster Titel bei den US Open hat international Anerkennung und neue Debatten über seinen Platz in der Tennisgeschichte ausgelöst. Nach dem Viersatzsieg gegen Ben Shelton würdigten viele Medien seine Konstanz und mentale Entwicklung. Gleichzeitig verwiesen einige Kommentare auf die verletzungsbedingten Probleme von Jannik Sinner und Carlos Alcaraz, die Zverevs Weg durch die Grand-Slam-Saison erleichtert hätten.

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Vom ewigen Anwärter zum mehrfachen Champion

Die französische L’Équipe nannte Zverev „einen neuen König in New York“ und hob hervor, dass er innerhalb von drei Monaten zweimal geschafft habe, was lange unerreichbar wirkte. Der Deutsche hatte im Juni bereits Roland-Garros gewonnen. Damit verwandelte er eine Karriere voller großer Titel, aber früherer Major-Enttäuschungen in eine Saison mit zwei Grand-Slam-Trophäen.

Der Guardian sah Zverev für seine Fähigkeit belohnt, sich bei den wichtigsten Turnieren immer wieder in aussichtsreiche Positionen zu bringen. Die BBC beschrieb den Triumph als Krönung eines Jahres des Umbruchs, ordnete aber auch ein, dass Verletzungen von Sinner und Alcaraz den Weg teilweise geöffnet hätten.

Die amerikanische Perspektive betont das Ende eines Traums

In den USA stand zwangsläufig Shelton im Mittelpunkt. ESPN verband Zverevs bestes Tennisjahr mit der anhaltenden Grand-Slam-Durststrecke der amerikanischen Männer. Seit Andy Roddicks US-Open-Sieg 2003 wartet das Land auf einen männlichen Major-Champion.

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Die New York Times beschrieb einen Zverev, der sich über weite Strecken in seiner Komfortzone bewegte. USA Today hob den kuriosen Moment hervor, in dem der Sieger erst durch den Applaus bemerkte, dass das Match beendet war.

Anerkennung und Relativierung gehören zusammen

Die spanische Marca schrieb, Zverev bringe New York zum Schweigen und sichere sich einen Platz in der Tennisgeschichte. Italiens Tuttosport erinnerte an seine Finalniederlage von 2020 gegen Dominic Thiem und deutete den Titel als späte Revanche.

Der Hinweis auf fehlende oder angeschlagene Rivalen schmälert den Erfolg nicht automatisch. Zverev konnte seine Gegner nicht auswählen; er musste die Gelegenheit dennoch über sieben Runden nutzen. Seine eigentliche Leistung liegt in der Wiederholung: Nach Paris blieb er auch in Wimbledon und New York bis zum letzten Turniertag konkurrenzfähig. Diese Serie verändert die Wahrnehmung seiner gesamten Saison.

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Die Pressestimmen zeigen deshalb einen veränderten Maßstab. Zverev wird nicht mehr danach beurteilt, ob er überhaupt einen Major gewinnen kann. Nun geht es darum, wie dauerhaft er die Lücke zu Sinner und Alcaraz schließen und ob aus seinem Ausnahmejahr eine neue Ordnung an der Spitze entstehen kann.

Alexander Zverev
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