Hüslers Coup bleibt Zverevs letzte Davis-Cup-Niederlage

by Faruk Imamovic
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Hüslers Coup bleibt Zverevs letzte Davis-Cup-Niederlage
© 1st_serve_news/X/Fair Use

Alexander Zverev hat seine letzten vier Davis-Cup-Einzel gewonnen. Nach den Erfolgen gegen Matej Dodig und Dino Prižmić beim 3:1 gegen Kroatien reicht seine Serie bis zu den Finals des Vorjahres zurück, als er Jaume Munar und Francisco Cerúndolo besiegte.

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Die letzte Niederlage liegt im Februar 2023. Damals unterlag Zverev dem Schweizer Marc-Andrea Hüsler in zwei Sätzen. Das Ergebnis war nicht nur wegen des Namens überraschend. Hüsler gewann in seiner gesamten Karriere kein einziges Einzel bei einem Grand-Slam-Turnier.

Ein Außenseiter veränderte die gesamte Begegnung

Zverev hatte einen Tag zuvor Stan Wawrinka in zwei Sätzen bezwungen. Gegen Hüsler verlor er anschließend ebenso glatt, wodurch die Schweiz zum 2:2 ausglich. Wawrinka gewann danach das entscheidende Einzel gegen Daniel Altmaier und schickte Deutschland aus dem Wettbewerb.

Hüsler erreichte als beste Weltranglistenposition Rang 47. Zwischen 2022 und 2023 scheiterte er bei sechs Grand-Slam-Starts jeweils in der ersten Runde. Sein größter Einzelerfolg auf der Tour war der Titel beim ATP-250-Turnier in Sofia 2022, wo er im Finale den damals 20-jährigen Holger Rune schlug.

Mit einer Karrierebilanz von 32 Siegen und 54 Niederlagen sowie nur fünf gewonnenen Davis-Cup-Einzeln war Hüsler kein Spieler, gegen den Zverev gewöhnlich als Außenseiter gestartet wäre. Gerade deshalb blieb die Niederlage hängen.

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Zverev hat seitdem Pflichtsiege konsequenter geliefert

Vier Erfolge in Folge sind im Davis Cup keine riesige Stichprobe. Sie zeigen jedoch, dass Zverev seit dem Hüsler-Spiel keine vergleichbare Überraschung mehr zugelassen hat. Gegen Kroatien kam er direkt nach seinem US-Open-Titel und erfüllte dennoch beide Aufgaben ohne Satzverlust.

Im Mannschaftswettbewerb zählt diese Verlässlichkeit besonders. Ein Spitzenspieler kann sein Team nicht allein zum Gesamtsieg führen, aber eine unerwartete Niederlage verändert sofort die Belastung für die übrigen Einzel und das Doppel. Das Schweizer Duell von 2023 lieferte dafür ein klares Beispiel.

Hüsler ist inzwischen zurückgetreten, während Zverev zwei Grand-Slam-Titel gewonnen und Rang zwei der Welt erreicht hat. Die frühere Niederlage wirkt dadurch noch ungewöhnlicher. Sie schmälert Zverevs heutige Rolle nicht, sondern erklärt, weshalb seine aktuelle Serie wertvoll ist: Er hat zuletzt genau jene Punkte geholt, die Deutschland von seiner Nummer eins erwarten muss.

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Der Vergleich mit Hüslers Karriere macht zugleich deutlich, weshalb Ranglistenunterschiede im Davis Cup weniger Schutz bieten als auf der Tour. Heimkulisse, Teamdynamik und die kurze Begegnung können einen Favoriten schneller unter Druck setzen. Zverevs jüngste Auftritte waren deshalb nicht bloß erwartbare Pflichtsiege, sondern die notwendige Grundlage dafür, dass Deutschland die übrigen Partien mit einem Vorsprung planen konnte.

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