Alexander Zverev ist mit einem 7:6 (7:1), 6:4 gegen Cameron Norrie ins Achtelfinale der China Open eingezogen. Der Deutsche blieb damit auch im neunten direkten Duell mit dem Briten ohne Niederlage und setzte seine außergewöhnliche Serie gegen Linkshänder fort.
Seit den French Open 2023 hat Alexander 47 seiner 48 Matches gegen linkshändige Gegner gewonnen. Die einzige Niederlage kassierte er 2025 in der zweiten Runde von Acapulco gegen Learner Tien. Diese Bilanz erklärt, warum Norrie trotz eines engen ersten Satzes erneut keinen Weg am zweifachen Grand-Slam-Sieger vorbeifand.
Der Tiebreak entscheidet den schwierigsten Abschnitt
Der Auftaktsatz verlangte Alexander Geduld ab. Ein 7:1 im Tiebreak zeigt jedoch, wie deutlich er den wichtigsten Moment kontrollierte. Danach genügte ihm ein Break zum 6:4, um das Match ohne dritten Satz zu beenden.
Für seinen weiteren Turnierweg ist gerade diese Effizienz nützlich. Alexander musste gegen einen vertrauten Gegner arbeiten, vermied jedoch eine zusätzliche Belastung. Im Achtelfinale trifft er auf Shang Juncheng oder Sebastián Báez. Beide stellen eine neue Aufgabe dar, doch Zverev nimmt einen stabilen Auftakt und das Wissen mit, in Drucksituationen klarer gespielt zu haben.
Seine Linkshänderbilanz ist mehr als eine kuriose Zahl. Sie weist auf ein wiederholbares Matchmuster hin: Unterschiedliche Ballwinkel und Aufschlagrichtungen, die viele Spieler stören, haben Zverev seit mehr als drei Jahren kaum aus dem Konzept gebracht. Gegen Norrie bestätigte er diesen Vorteil, ohne das Match von Beginn an zu dominieren.
Jeder Sieg zählt im Rennen um Platz eins
Der Erfolg besitzt zusätzliches Gewicht für die Weltrangliste. Vor Turnierbeginn fehlten Zverev 1.370 Punkte auf Jannik Sinner. Der Italiener kann seinen Titel in Peking wegen anhaltender Knieprobleme nicht verteidigen und muss auch um seinen Start beim Masters in Shanghai bangen.
Zverev hat die Nummer eins als großes Ziel für den Saisonabschluss genannt. Peking bietet ihm die Gelegenheit, den Rückstand unmittelbar zu verkleinern, während Sinner keine Punkte sammeln kann. Ein Auftaktsieg allein verändert die Spitze noch nicht, hält den Deutschen jedoch im notwendigen Rhythmus.
Das Match gegen Norrie verband deshalb zwei positive Signale: Zverev löste eine unangenehme erste Runde in zwei Sätzen und bestätigte eine verlässliche Stärke gegen Linkshänder. Für den Angriff auf Platz eins muss aus diesem guten Start nun eine tiefe Turnierwoche werden.
