ATP Halle: Philipp Kohlschreiber besiegt Corentin Moutet, erreicht das Viertelfinale



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ATP Halle: Philipp Kohlschreiber besiegt Corentin Moutet, erreicht das Viertelfinale

Roger Federer ist mit 39 der älteste Spieler auf dem Feld der 28. Neunten OPEN, hinter ihm aber bereits ein Deutscher: Philipp Kohlschreiber. Inzwischen ist er 37 Jahre alt und zum 16. Mal in Halle dabei. 2011 gewann er das Turnier, 2008 stand er im Finale.

Und 2021? Könnte es die Überraschung des Turniers sein? In der Weltrangliste kam "Kohli" aus den Top 100 heraus, doch beim NOVENTI OPEN scheint er sein leichtes Auslosung auszunutzen. Erstmals seit 2016 steht er im Viertelfinale des wichtigsten Rasenturniers Deutschlands.

Im Achtelfinale besiegte er den jungen Franzosen Corentin Moutet (22) 6:4, 7:6 (4). Es war das erste Treffen der beiden. Nicht einmal die beiden Sätze konnten vollendet werden. Moutet, der in der ersten Runde vom Verletzungsrückzug des Belgiers David Goffin profitiert hatte, stolperte im vierten Spiel.

Er schrie sofort vor Schmerzen. Dann blieb er in der Nähe der Grundlinie stehen. Philipp Kohlschreiber stürzte mit besorgtem Blick ins Netz. Aber Moutet stand auf, untersuchte sorgfältig seinen Körper und zeigte dem Deutschen einen erhobenen Daumen.

Er machte weiter in einer Partie, die nicht die spektakulärste war, in der Kohlschreiber aber immer jeden Ball, der ihm präsentiert wurde, attackierte. Sogar Moutet trat allmählich in sein Spiel ein. Beim 5:4 aufschlage der deutsche Routinier für den Satz, sah sich aber nach einem Pechball zwei Breakbälle gegenüber, aber er hat sie gerettet.

Es gab eine kuriose Szene: Beide Spieler sahen Kohlschreibers Aufschlag als aus dem Rahmen, aber das Hawke Eye funktionierte nicht. „Kannst du übersteuern?“, fragte Kohlschreiber den Schiedsrichter. „Nein“, sagte der Schiedsrichter.

Augenblicke später stand es 6:4. Im zweiten Satz legten die talentierten und erfahrenen Spieler einige faszinierende Ballwechsel hin, aufschlagen aber vor allem mit mehr Selbstvertrauen. Der Deutsche durfte immer hoffnungsvoll sein, wenn Moutet über unnötige Fehler sehr wütend wurde und vorübergehend die Konzentration verlor.

Am Ende musste sie den Satz beim Tiebreak definieren. Dort gelang dem Deutschen der erste Minibreak zum 3:2-Sieg, den er sofort verlor. Der nächste schaffte 5:3, diesmal machte er es besser, servierte und gewann den Tiebreak mit 7:4.

Im Viertelfinale trifft der Augsburger nun auf den Russen Andrey Rublev oder den Australier Jordan Thompson. Fotokredit: Getty Images