Tommy Haas: Keiner sieht gerne Tennis um 1, 2 Uhr morgens

Haas fordert Ende der späten Spielenden im Tennis.

by Faruk Imamovic
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Tommy Haas: Keiner sieht gerne Tennis um 1, 2 Uhr morgens

Der ehemalige Weltranglisten-Zweite Tommy Haas ist der Meinung, dass Tennis daran arbeiten muss, späte Spielenden loszuwerden. Durch Fernsehrechte sind späte Endzeiten im Tennis, sogar bei Grand-Slam-Events, üblich geworden.

Bei den US Open im letzten Jahr beendeten Carlos Alcaraz und Jannik Sinner ihr Viertelfinalspiel gegen etwa 2:50 Uhr morgens. Im vergangenen Januar endeten Andy Murray und Thanasi Kokkinakis ihren Thriller bei den Australian Open gegen 4 Uhr morgens in Melbourne.

"Ich denke nicht, dass irgendjemand von uns Tennis gerne um 1 oder 2 Uhr morgens sieht und die Spieler verdienen das auch nicht, weil sie bei den Grand Slams die Möglichkeit haben, sich am nächsten Tag zu erholen, aber wenn sie vom Platz gehen, wird es 2 Uhr morgens sein.

Bei den US Open kann ich manchmal um diese späte Uhrzeit nicht mehr die Augen offenhalten. Es ist 2 Uhr morgens und sie spielen immer noch. Sie gehen nicht vor 5:30 Uhr morgens schlafen. Deshalb ist es auch für ihren Rhythmus sehr sehr schwer", sagte Haas in dem Rennae Stubbs Tennis Podcast, laut Sportskeeda.

Haas und Rennae Stubbs fordern das Ende späten Spielenden

Stubbs, eine ehemalige sechsmalige Grand-Slam-Siegerin im Doppel, glaubt, dass auch Tennisfans unter den späten Spielenden leiden. "Viel wichtiger ist, dass auch die Fans darunter leiden, genauso wie die Spieler, weil man bis 2 Uhr morgens aufbleibt und am nächsten Tag zur Arbeit gehen muss.

Ich hoffe, dass die Turniere das berücksichtigen und versuchen, ihre Spiele früh zu beginnen", sagte Stubbs. Bei den Madrid Masters hatte Alexander Zverev im letzten Jahr zwei späte Spielenden auf dem Weg ins Finale.

Im Finale von Madrid erlitt Zverev eine 3:6, 1:6-Niederlage gegen Carlos Alcaraz und forderte anschließend Änderungen. Nach dem Spiel gab Zverev seine späten Spielenden für die Niederlage gegen Alcaraz verantwortlich, da der Deutsche behauptete, dass er sich im Finale einfach nicht gut oder richtig gefühlt habe.

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