Zwist beim Laver Cup: Auger-Aliassime und Monfils im Wortgefecht

Spannungen zwischen Spielern bei großen Tennisveranstaltungen sind nichts Neues, aber beim diesjährigen Laver Cup schienen sie besonders intensiv zu sein.

by Faruk Imamovic
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Zwist beim Laver Cup: Auger-Aliassime und Monfils im Wortgefecht
© Getty Images Sport/Matthew Stockman

Spannungen zwischen Spielern bei großen Tennisveranstaltungen sind nichts Neues, aber beim diesjährigen Laver Cup schienen sie besonders intensiv zu sein.

Auger-Aliassime konfrontiert den Schiedsrichter

Während des Spiels zwischen Felix Auger-Aliassime vom Team World und Gael Monfils von Team Europe am 22.

September kam es zu einem Zwischenfall. Mitten im Auftaktset bei einem Spielstand von 2-2, äußerte der Kanadier seine Verärgerung darüber, dass Monfils sich zwischen den Punkten auf der Bank ausruhte. Auger-Aliassime, der aufschlug, konnte nicht fassen, dass hierfür keine Zeitverzögerung geahndet wurde.

"Haltet ihr euch an die ATP-Regeln? Wollt ihr mir sagen, dass das normal ist? Er setzt sich da für gefühlt 30 Sekunden hin. Das verdient eine Verwarnung wegen Zeitüberschreitung. Das ist nicht nur 'Ich werde mal mit ihm sprechen'

Denn auch ich kann solche Spielchen spielen. Ich kann das auch," beschwerte sich der 23-jährige, sichtlich aufgebracht.

Monfils' Antwort und die Unterstützung von Shelton

Monfils war nach dem Vorfall sichtlich verärgert und äußerte sein Unverständnis darüber, wie Auger-Aliassime die Situation interpretierte.

"Ehrlich gesagt, spiele ich nur, wenn ich Lust dazu habe. Wenn ich nicht an einem Turnier teilnehmen will, dann tue ich es nicht, verstehst du? Man ruft mich an und sagt mir, wie toll der Laver Cup sein wird; dass wir freie Hand haben.

Und dann fühle ich mich so, [das ist mies?] weil es ihn verletzt hat. Ich möchte ihn nicht verletzen", sagte Monfils während des Seitenwechsels zu Borg. Ben Shelton, Auger-Aliassimes Teamkollege, sprang ihm bei und riet ihm, die mutmaßlichen Eskapaden des Franzosen zu ignorieren.

Der Amerikaner legte Auger-Aliassime nahe, Monfils direkt anzusehen, falls dieser erneut auf ihn zukommen sollte. "Er spielt jetzt all diese Spielchen, mach dir keine Gedanken; schau ihm nicht mal in die Augen. Wenn er wieder herkommt, um zu reden, geh weg oder sieh ihn fest an.

Sobald er merkt, dass du hier zum Spielen und nicht zum Reden bist; dass du nicht mehr zu ihm oder zum Schiedsrichter schaust, wird er sich denken: 'Oh verdammt',” so Shelton. Die Spannungen zwischen den Spielern beider Teams waren damit offensichtlich, und die Zuschauer konnten gespannt sein, wie sich der Rest des Turniers entwickeln würde.

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