Ein unschlagbares Duo: Krejcikova und Siniakova dominieren das Doppel

Seit ihrem ersten gemeinsamen Sieg als Juniorinnen bei den French Open 2013 sind Barbora Krejcikova und Katerina Siniakova zu einer wahren Macht im Damentennis aufgestiegen.

by Faruk Imamovic
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Ein unschlagbares Duo: Krejcikova und Siniakova dominieren das Doppel
© Getty Images Sport/Sarah Stier

Seit ihrem ersten gemeinsamen Sieg als Juniorinnen bei den French Open 2013 sind Barbora Krejcikova und Katerina Siniakova zu einer wahren Macht im Damentennis aufgestiegen. Ein Jahrzehnt später tragen sie den Titel des meistdekorierten Teams mit Stolz und einer beeindruckenden Bilanz: Ihr jüngster Sieg bei den Australian Open war bereits der siebte Grand-Slam-Titel im Doppel.

Hinzu kommt die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. Ihre beispiellose Erfahrung und Abstimmung auf dem Platz machen sie fast unschlagbar.

Das Geheimnis ihrer Stärke

Auf die Frage nach dem Geheimnis ihres Erfolges konnten die beiden nur lachen.

"Das werden wir Ihnen nicht verraten," sagte Siniakova mit einem schelmischen Lächeln. "Sonst wissen es die Gegner." Doch das Geheimnis scheint offen zu liegen: Eine fast telepathische Verbindung, gepaart mit einer tiefgreifenden Kenntnis des Spiels und des Partners, macht ihr Spiel aus.

"Kommunikation ist das Wichtigste, und das können wir sehr gut," erklärte Krejcikova. Siniakova fügte hinzu: "Es läuft einfach und man fühlt sich gut. Man spürt, was der andere tut." Die Kunst der Doppelpartnerschaft Auch andere Spielerinnen wie die 30-jährige Demi Schuurs, die bereits 17 Titel gewann und in ihrer Karriere mehrmals das Viertelfinale der Grand Slams erreichte, kennen die Bedeutung einer starken Partnerschaft.

Die Auswahl des richtigen Partners basiert auf vielen Faktoren, von der Persönlichkeit bis hin zum Spielstil. Schuurs, die mit vier verschiedenen Partnerinnen die WTA Finals erreichte, weiß, dass die Chemie auf und neben dem Platz entscheidend ist.

Ähnliche Synergien finden sich bei Vera Zvonareva und Laura Siegemund, die sich intuitiv auf dem Platz ergänzen. Sie verstehen es, ohne viele Worte die Strategie des anderen vorauszuahnen. "Ich habe oft eine Ahnung, was Laura in diesem Moment tun wird," sagt Zvonareva.

Diese Instinkte sind unverzichtbar, denn sobald ein Punkt läuft, ist Flexibilität gefragt. Teams wie Gauff und Pegula, beide Top-Spielerinnen im Einzel, müssen ihre Doppelspiele sorgfältig planen und kommunizieren offen und ehrlich miteinander.

Das wahre Geheimnis aller erfolgreichen Doppelteams liegt jedoch in der Bereitschaft, Opfer für das Team zu bringen und sich gegenseitig zu erlauben, Fehler zu machen. "Man muss herausfinden, was jemand mag und was nicht," sagt Shuurs.

"Und manchmal muss man vielleicht etwas tun, das man nicht mag, um das Team zu verbessern." Diese Einstellung führte Routliffe und Dabrowski zum Triumph beim US Open, ein sichtbarer Beweis ihrer gegenseitigen Unterstützung und ihres Engagements für gemeinsame Ziele.

In Cancun spiegelt sich die Freude über das Erreichte in den Gesichtern der Spielerinnen wider. "Überglücklich," sagt Routliffe. Vor zwei Wochen wussten sie noch nicht einmal, ob sie hier sein würden. Aber das intensive Training, die Abstimmung und das gegenseitige Verständnis führten sie an die Spitze des Damentennis – ein Traum, der in ihrem Triumph beim Grand Slam seinen Ausdruck fand.

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