Vom Wimbledon-Finale zur Krücken: Kyrgios plant sein spektakuläres Comeback



by FARUK IMAMOVIC

Vom Wimbledon-Finale zur Krücken: Kyrgios plant sein spektakuläres Comeback
© Getty Images Sport/Clive Brunskill

Das Jahr 2023 verlief für den australischen Tennisspieler Nick Kyrgios eher ruhig - zumindest was Schlagzeilen betrifft. Nach einer herausragenden Saison im Vorjahr, die ihren Höhepunkt fand, als er das Finale in Wimbledon erreichte, wurde der aufstrebende Stern durch Verletzungen ausgebremst.

Kyrgios, der für seine extrovertierte Art bekannt ist, sah sich mit hartnäckigen Knie- und Handgelenksproblemen konfrontiert, welche seine Ambitionen, sich konstant an der Spitze des Tennissports zu etablieren, zunichte machten.

Ein Jahr zum Vergessen

Nachdem er sich von den Australian Open zurückziehen musste und damit die Chance verpasste, vor heimischem Publikum zu spielen, zog sich Kyrgios ebenfalls von den French Open zurück und ließ auch Wimbledon aus, obwohl er anfänglich einen Start versucht hatte.

Seither hat sich der Australier vom Court ferngehalten, was zu Spekulationen über ein mögliches Karriereende führte. Dennoch keimt Hoffnung auf, denn für Dezember ist sein Auftritt beim Ultimate Tennis Showdown geplant, womit er ein Auge auf die Rückkehr zum Sport vor den Australian Open im Januar wirft.

Vom Court ins Kommentatoren-Studio

Bevor es jedoch auf dem Platz zur Sache geht, werden Kyrgios' Fans die Gelegenheit haben, ihn in einer anderen Rolle zu erleben. Er wird als Kommentator und Analyst für den Tennis Channel bei den ATP Finals in Turin Ende dieses Monats zu hören sein.

Eine Pressemitteilung beschreibt Kyrgios als einen Spieler, dessen "elektrisierender Spielstil und direkte Art zu kommunizieren ihm Millionen von Fans weltweit eingebracht haben". Dies markiert sein Debüt als Analyst bei einem der exklusivsten Ereignisse im Herrentennis.

Kontroverse Meinungen erwartet

Als einer der umstrittensten Charaktere im Tennis der letzten Dekade wird Kyrgios sicherlich für faszinierende Analysen sorgen. Er ist bekannt dafür, seine Meinungen unverblümt zu äußern und könnte weitere Einblicke in seine Überzeugung geben, dass er, sollte er seine Verletzungsprobleme überwinden, weiterhin eine Bedrohung an der Spitze des Spiels sein kann.

Kyrgios selbst bleibt optimistisch und betont, dass die Errungenschaften seiner Karriere Bestand haben: "Das, was ich in meiner Karriere erreicht habe, verlässt mich nie."

Direkt und ungeschönt

Kyrgios' Pause vom Tennis hat ihm Zeit gegeben, über seine Leistungen nachzudenken.

Das Aus bei den Australian Open beschreibt er als einen der härtesten Momente seiner Karriere. Er gibt zu, dass es schwer ist, die gleiche Art von Tennis zu erwarten, die er letztes Jahr gespielt hat, und dass es momentan vielleicht unfair ist, dies zu tun. Doch der Glaube an sich selbst und seine Fähigkeiten scheint ungebrochen.

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