Italiens Triumph im Davis Cup: Jannik Sinner besiegt Novak Djokovic

In einer beeindruckenden Wende beim Davis Cup-Halbfinale am Samstag gelang es Jannik Sinner, Italien vor einer Niederlage zu bewahren und Novak Djokovic zu besiegen.

by Faruk Imamovic
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Italiens Triumph im Davis Cup: Jannik Sinner besiegt Novak Djokovic
© Getty Images Sport/Clive Brunskill

In einer beeindruckenden Wende beim Davis Cup-Halbfinale am Samstag gelang es Jannik Sinner, Italien vor einer Niederlage zu bewahren und Novak Djokovic zu besiegen. Dieser Sieg beendete Djokovics Serie von 21 aufeinanderfolgenden Einzelsiegen im Davis Cup und ebnete Italien den Weg ins Finale.

Sinners Comeback gegen Djokovic

Im zweiten Einzelmatch des Halbfinales stand Serbien kurz vor dem Einzug ins Finale, als Djokovic auf Sinner traf. Trotz dreier Matchbälle für Djokovic gelang es dem viertplatzierten Sinner, das Blatt zu wenden und das Match mit 6-2, 2-6, 7-5 für sich zu entscheiden.

Dieser Sieg war besonders bedeutend, da es sich um das dritte Aufeinandertreffen der beiden innerhalb von 12 Tagen handelte. Sinner hatte Djokovic bereits in der Gruppenphase der ATP Finals besiegt, bevor Djokovic im Finale zurückschlug.

Doppel-Erfolg für Italien

Zusätzlich zu seinem Einzelerfolg verbuchte Sinner auch einen Sieg im Doppel. Zusammen mit Lorenzo Sonego besiegte er Djokovic und Miomir Kecmanovic mit 6-3, 6-4. Sinner bezeichnete den Sieg als äußerst wichtig und hob die Bedeutung des Teamgeistes hervor: "Es hilft sehr, dass der letzte Wettbewerb der Saison ein Teamwettbewerb ist, weil man viel Energie von den Teamkollegen und dem gesamten Team bekommt."

Italiens Weg ins Finale

Mit diesen Siegen zieht Italien zum ersten Mal seit 1998 ins Davis Cup-Finale ein und trifft dort auf Australien.

Für Italien wäre es der erste Titel seit 1976. Sinners Leistung glich seine Niederlage gegen Djokovic im ATP Finals-Titelkampf nur sechs Tage zuvor aus.

Djokovics Enttäuschung und Respekt

Trotz der Niederlage zeigte Djokovic Respekt für das italienische Team: "Glückwunsch an Italien für die Qualifikation zum Finale.

Sie haben es verdient. Sie haben wirklich gut gespielt, besonders Jannik, im Einzel gegen mich und dann auch im Doppel." Diese dramatische Wende im Davis Cup-Halbfinale zeigt nicht nur die Spannung und Unvorhersehbarkeit im Herrentennis, sondern auch das Aufkommen neuer Talente, die in der Lage sind, etablierte Stars herauszufordern.

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