Becker kontert Kyrgios: 'Respektiere die Tennislegenden!'

Boris Becker, sechsmaliger Grand-Slam-Sieger, hat in einem jüngsten Podcast auf Eurosport Deutschlands „Das Gelbe vom Ball“ auf die Kommentare von Nick Kyrgios reagiert.

by Faruk Imamovic
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Becker kontert Kyrgios: 'Respektiere die Tennislegenden!'
© Getty Images Sport/Kelly Defina

Boris Becker, sechsmaliger Grand-Slam-Sieger, hat in einem jüngsten Podcast auf Eurosport Deutschlands „Das Gelbe vom Ball“ auf die Kommentare von Nick Kyrgios reagiert. Kyrgios hatte behauptet, dass die heutigen Tennisstars weit überlegen seien im Vergleich zu den Größen der Vergangenheit.

Becker betonte die Wichtigkeit, die Vergangenheit zu respektieren und die Leistungen früherer Tennisgenerationen anzuerkennen.

„Das Spiel war damals so langsam“, sagte Kyrgios in einem Interview mit The Athletic.

„Ich habe Boris Becker spielen sehen und will nicht sagen, dass sie zu ihrer Zeit nicht gut waren, aber zu behaupten, sie wären auch heute noch genauso gut, ist absurd.“

Kyrgios verwies auf die gestiegenen Aufschlaggeschwindigkeiten in der heutigen Zeit, mit regelmäßigen Geschwindigkeiten von 220 km/h, und meinte, dass das Serve-and-Volley-Spiel heute nur mit solch hohen Aufschlaggeschwindigkeiten effektiv sei.

Beckers Verteidigung der Tennisgeschichte

Becker reagierte auf Kyrgios' Aussagen mit der Forderung nach Respekt für die Vergangenheit.

„Wir leben in einer Demokratie. Jeder kann denken, was er will. Man muss jedoch die Vergangenheit respektieren und einfach laut ‚Danke‘ sagen, dass diese alten Profis existierten, denn ohne sie gäbe es den Tenniscircus nicht mehr“, betonte Becker.

Er erinnerte an australische Tennislegenden wie Rod Laver, Ken Roswall, John Newcombe und Ken Roach und erwähnte auch Patrick Rafter und Lleyton Hewitt, die alle Nummer eins waren und Grand-Slam-Turniere gewannen.

Weiterhin führte Becker aus, dass die Erfolge von Spielern wie John McEnroe, Jimmy Connors, Bjorn Borg und Ivan Lendl maßgeblich zur Kommerzialisierung des Tennissports beigetragen haben. Diese Entwicklung hat es Spielern wie Kyrgios ermöglicht, von bedeutenden Preisgeldern zu profitieren.

Becker, der derzeit den Weltranglisten-Achten Holger Rune trainiert, unterstrich die Bedeutung der Anerkennung aller Generationen im Tennis. Seine Aussagen bieten einen tieferen Einblick in die kontinuierliche Entwicklung des Spiels und den Respekt, den jede Generation verdient, unabhängig von den Unterschieden in Spielstil und -technik.

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