Nick Kyrgios schlägt vor: Novak Djokovic ist der LeBron des Tennis, nicht der Jordan!



by FARUK IMAMOVIC

Nick Kyrgios schlägt vor: Novak Djokovic ist der LeBron des Tennis, nicht der Jordan!
© Getty Images/Daniel Pockett

In der Tenniswelt kommt es oft zu Diskussionen darüber, welche Sportgrößen als Vergleichsmaßstab für die Errungenschaften und Langlebigkeit auf dem Platz herangezogen werden sollten. Kürzlich äußerte sich Nick Kyrgios zu Richard Gasquets Vergleich von Novak Djokovic mit der Basketballikone Michael Jordan und bot eine alternative Sichtweise an.

Djokovic und James: Eine Frage der Dominanz

Kyrgios widersprach Gasquet, nachdem dieser behauptet hatte, nur Michael Jordan sei mit Novak Djokovic in Bezug auf Langlebigkeit im Sport vergleichbar. Der australische Star zog stattdessen eine Parallele zu einem anderen NBA-Legenden, LeBron James, und behauptete, Jordan hätte "viel früher aufgehört" und sei "nicht so dominant" wie James gewesen.

Djokovic, der im Mai des letzten Jahres 36 Jahre alt wurde, hatte eine der dominantesten Saisons seiner beeindruckenden Karriere im Jahr 2023. Er gewann sieben Titel bei nur 12 ATP-Veranstaltungen. Der Serbe gewann 56 seiner 63 Matches über alle Turniere hinweg (88,9%) und beendete die Saison zum rekordverlängernden achten Mal als Weltranglistenerster.

Dabei gewann er drei der vier Grand-Slam-Turniere und war zudem Finalist in Wimbledon.

Gasquets Sicht und Kyrgios' Antwort

In einem Interview mit der französischen Publikation L’Equipe schlug Gasquet vor, Djokovic sei angesichts seines Alters und seiner Leistungen eine Anomalie im Sport.

"Abgesehen von Djokovic, wer gewinnt Grand Slams mit fast 37 Jahren? Haben wir das jemals im Sport erlebt, abgesehen vielleicht von [Michael] Jordan?", fragte Gasquet. Kyrgios, der 2022 Wimbledon-Finalist, bezog sich in seiner Antwort auf Gasquets Zitate auf Instagram darauf, warum er glaubt, dass Djokovic eher James als Jordan ähnelt.

"Nein, er ist LeBron [James]. LeBron macht das immer noch mit 40. [Michael] Jordan hat viel früher aufgehört. Und war nicht so dominant", schrieb der 28-Jährige. Gasquet, derzeit auf Platz 131 der Welt, sprach auch über seinen kürzlichen Ranking-Rückgang nach einer schwierigen Formphase.

Trotz der Herausforderungen bleibt er dem Tennis verbunden, solange er die Leidenschaft dafür spürt. Er betonte, dass körperliche Schmerzen ihn letztendlich zum Aufhören bewegen würden, doch bis dahin habe er keine besonderen Druck und keine Reue.

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