Tschechiens neues Tenniswunderkind: Jakub Mensik erobert die ATP Tour

Die Tenniswelt ist Zeuge einer faszinierenden Geschichte geworden, die im sonnigen Doha, Katar, ihren Lauf

by Faruk Imamovic
SHARE
Tschechiens neues Tenniswunderkind: Jakub Mensik erobert die ATP Tour
© Getty Images/Daniel Pockett

Die Tenniswelt ist Zeuge einer faszinierenden Geschichte geworden, die im sonnigen Doha, Katar, ihren Lauf nimmt. Jakub Mensik, ein 18-jähriger Tscheche aus Prostejov, hat mit seiner beeindruckenden Leistung beim Qatar Open für Aufsehen gesorgt.

Seine Reise bis ins Halbfinale ist nicht nur eine Bestätigung seines Talents, sondern auch ein Hinweis darauf, dass der Tennissport einen neuen Star am Horizont hat.

Vom Traum zur Realität: Mensiks Aufstieg

Jakub Mensik, bisher ein unbeschriebenes Blatt auf der ATP Tour, hat in Doha eine beeindruckende Siegesserie hingelegt.

Sein Weg ins Halbfinale war gespickt mit Überraschungen und herausragenden Leistungen. Im ersten Runde schlug er den fünftgesetzten Alejandro Davidovic Fokina und setzte seinen beeindruckenden Lauf mit einem Sieg gegen die ehemalige Weltnummer 1, Andy Murray, fort.

Doch der Höhepunkt seiner bisherigen Karriere war der Sieg gegen den Weltranglistenfünften und Topgesetzten Andrey Rublev im Viertelfinale, den er mit 6-4, 7-6 (8-6) bezwang. Diese Erfolge haben Mensik nicht nur ins Rampenlicht gerückt, sondern auch seine Platzierung in den Top 100 der ATP-Rangliste gesichert.

Doch für Mensik, der von einem kleinen, aber malerischen Ort in der Tschechischen Republik stammt, ist dies erst der Anfang. In einem kürzlich veröffentlichten Video der ATP äußerte sich der junge Tscheche zu seinen Träumen und Inspirationen.

Besonders hervorzuheben ist sein Traum, gegen Novak Djokovic in den Australian Open anzutreten – ein Match, von dem er überzeugt ist, es gewinnen zu können. Djokovic ist nicht nur sein größtes Idol, sondern auch der Grund, warum Mensik überhaupt mit dem Tennisspielen begann.

Eine Inspiration namens Djokovic und der Weg nach vorne

Mensiks Bewunderung für Djokovic ist tief verwurzelt. Seit er im Alter von vier Jahren begann, Tennis zu spielen, inspirierte ihn Djokovic, seine eigenen Grenzen zu überschreiten.

Trotz einer Finalniederlage bei den Australian Open Boys’ Singles 2022 und einem Debüt in der Hauptziehung der US Open im letzten Jahr, bei dem er die dritte Runde erreichte, hat Mensik nie aufgehört, von größeren Erfolgen zu träumen.

Sein nächstes Ziel ist das Halbfinale gegen Gael Monfils, eine Herausforderung, der er mit Zuversicht entgegensieht. „Es war eine unglaubliche Woche von Anfang an. Ich habe sehr gut gespielt und wusste, dass ich mit den großen Spielern mithalten kann.

Es ist ein erstaunliches Gefühl, das Halbfinale zu erreichen, nachdem ich solch gute Spieler besiegt habe“, sagte Mensik nach seinem Sieg über Rublev. Interessanterweise verdankt Mensik seine Teilnahme am Turnier dem Next Gen Accelerator Programm, das jungen Spielern unter 20 Jahren, die in den Top 250 sind, eine Wildcard für ein ATP 250 Turnier gewährt.

Diese Chance hat Mensik optimal genutzt und unterstreicht die Bedeutung solcher Programme für die Förderung junger Talente.

Erwartungen und Hoffnungen

Während die Tenniswelt gespannt auf Mensiks Halbfinalspiel blickt, ist klar, dass dieser junge Spieler bereits einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen hat.

Seine Fähigkeit, sich gegen etablierte Stars durchzusetzen, sein unbändiger Wille und seine Inspiration durch eine Tennislegende wie Djokovic zeichnen das Bild eines Athleten, der bereit ist, die Weltbühne zu erobern.

Jakub Mensik
SHARE