Andy Murray bereitet sich auf Duell mit Andrey Rublev in Indian Wells vor

Andy Murray, der ehemalige Weltranglistenerste, steht kurz vor einer fesselnden Begegnung mit Andrey Rublev in der zweiten Runde des ATP Masters 1000 Turniers in Indian Wells.

by Faruk Imamovic
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Andy Murray bereitet sich auf Duell mit Andrey Rublev in Indian Wells vor
© Getty Images/Michael Owens

Andy Murray, der ehemalige Weltranglistenerste, steht kurz vor einer fesselnden Begegnung mit Andrey Rublev in der zweiten Runde des ATP Masters 1000 Turniers in Indian Wells. Murray, der nach einem überzeugenden Sieg gegen David Goffin in die zweite Runde eingezogen ist, bereitet sich auf ein intensives Match gegen Rublev vor, dessen erstes Spiel seit seiner umstrittenen Disqualifikation in Dubai dies sein wird.

Rublev, der sich über eine Entscheidung eines Linienrichters geärgert hatte, wurde aus dem Spiel genommen, nachdem ein weiterer Offizieller dem Schiedsrichter mitteilte, Rublev habe seinen Kollegen beschimpft – eine Behauptung, die Rublev und auch Alexander Bublik, sein Gegner im Spiel, zurückwiesen.

Murray äußerte sich vor dem Match über die Möglichkeit, Rublevs Frustration zu seinem Vorteil zu nutzen: "Das war schon immer Teil seiner Persönlichkeit. Auf dem Platz ist er ein extrem intensiver Typ und offensichtlich verzweifelt darauf aus, zu gewinnen", sagte der dreimalige Grand-Slam-Champion der Times.

Er fügte hinzu, dass, sollte Rublev frustriert sein und er das Gefühl habe, dass er den Fokus verliert, er versuchen werde, dies zu seinem Vorteil zu nutzen.

Respekt vor Offiziellen: Ein Appell von Murray

Murray nutzte die Gelegenheit auch, um ein allgemeineres Problem im Tennissport anzusprechen – den Umgang der Spieler mit Offiziellen.

In den letzten Jahren, so Murray, seien "wahrscheinlich Grenzen überschritten" worden im Verhalten der Spieler gegenüber den Schiedsrichtern. "Wir Spieler – und ich denke, ich selbst bin da auch nicht unschuldig – müssen ein wenig vorsichtiger sein, wie wir mit Offiziellen sprechen und sie behandeln", mahnte Murray.

Der britische Tennisspieler zog Vergleiche zwischen Tennis und anderen Sportarten wie Rugby, wo Offizielle mit Respekt behandelt werden, und betonte, dass im Tennis vielleicht eine bessere Handhabung möglich wäre.

Er erkannte an, dass Emotionen im Eifer des Gefechts hochkochen können, aber betonte, dass es in den letzten vier bis fünf Jahren mehrere Vorfälle gegeben habe, bei denen Grenzen überschritten wurden. Murray forderte seine Kollegen auf, Selbstreflexion zu üben und zu überlegen, ob dies wirklich die Art und Weise sei, wie man mit Offiziellen oder schlechten Linienentscheidungen umgehen möchte.

Das bevorstehende Match zwischen Murray und Rublev verspricht nicht nur sportlich, sondern auch mental eine interessante Auseinandersetzung zu werden. Wie sich beide Spieler auf dem Platz verhalten und wie sie mit den Herausforderungen umgehen, wird sicherlich ebenso im Fokus stehen wie ihre spielerischen Leistungen.

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