Darren Cahill: Vergleiche zwischen Sinner und Tennislegenden sind verfrüht

Der Aufstieg von Jannik Sinner im Herrentennis ist unaufhaltsam.

by Faruk Imamovic
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Darren Cahill: Vergleiche zwischen Sinner und Tennislegenden sind verfrüht
© Getty Images/Brennan Asplen

Der Aufstieg von Jannik Sinner im Herrentennis ist unaufhaltsam. Der junge Italiener, der kürzlich seinen ersten großen Titel beim Miami Open gewann, steht nun auf Platz 2 der Weltrangliste und könnte im Laufe des Jahres 2024 Novak Djokovic als Nummer 1 ablösen.

Doch trotz dieser beeindruckenden Entwicklung glaubt sein Coach Darren Cahill nicht, dass Sinner das Herrentennis so dominieren wird, wie es Djokovic, Federer und Nadal in den letzten Jahrzehnten getan haben.

Eine neue Ära, aber ohne Dominanz

Darren Cahill, ein renommierter Trainer im Tenniszirkus, sieht in der aktuellen Generation, zu der neben Sinner auch Carlos Alcaraz und Holger Rune gehören, großes Potential.

Allerdings hält er Vergleiche mit der vorherigen Generation von Tennislegenden wie Djokovic, Federer und Nadal für verfrüht und unangebracht. "Ich denke nicht, dass man diese Generation schon mit der vergangenen Generation vergleichen sollte", sagte Cahill in Miami.

Die Errungenschaften der Tennisikonen der Vergangenheit seien bemerkenswert und eine derartige Dominanz sei in der Zukunft unwahrscheinlich. Cahill betont, dass der Professionalismus und das Streben nach Verbesserung, das die Tennislegenden vorgelebt haben, maßgeblich zu dem hohen Niveau der heutigen Spieler beigetragen haben.

Die aktuelle Generation profitiere von den Erfahrungen und dem Wissen, das durch Teams aus Physiotherapeuten, Mentaltrainern, Tenniscoaches und Fitnesstrainern vermittelt wird. Doch um in eine Liga mit Djokovic, Federer und Nadal aufzusteigen, müssten Spieler wie Sinner noch viele Siege erringen.

Sinner auf dem Weg zur Verbesserung

Cahill ist überzeugt, dass Sinner noch viel Raum zur Verbesserung hat und lobt seine bisherigen Leistungen als herausragend. Inspiriert von Djokovics unermüdlichem Streben nach Verbesserung, selbst im Alter von 36 Jahren, sieht Cahill eine leuchtende Zukunft für den 22-jährigen Sinner.

"Jannik wird sich verbessern, ganz sicher, aber wir müssen auch anerkennen, wo Anerkennung gebührt. Er spielt momentan hervorragendes Tennis", fügt Cahill hinzu. Mit der bevorstehenden Vorbereitung auf die Sandplatzsaison beim Monte-Carlo Masters zeigt sich, dass Sinner und sein Team keine Mühen scheuen, um an der Spitze des Tennissports mitzuhalten.

Während die Tenniswelt gespannt auf Sinners weiteren Weg blickt, ist klar, dass die Erwartungen hoch, aber die Fußstapfen der Tennislegenden, in die er treten soll, enorm sind.

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