Tennis Experten einig: Jannik Sinner spielt in einer eigenen Liga

Jannik Sinner dominiert das Herrentennis mit einer beeindruckenden Siegesserie, die ihn unweigerlich in Richtung der Weltranglistenspitze führt.

by Faruk Imamovic
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Tennis Experten einig: Jannik Sinner spielt in einer eigenen Liga
© Getty Images/Elsa

Jannik Sinner dominiert das Herrentennis mit einer beeindruckenden Siegesserie, die ihn unweigerlich in Richtung der Weltranglistenspitze führt. Sein jüngster Erfolg beim Miami Open unterstreicht seine Ausnahmestellung und lässt Experten und Statistiken gleichermaßen aufhorchen.

Statistische Brillanz hinter Sinners Erfolgen

Sinners überragende Leistung im Finale des Miami Open gegen Grigor Dimitrov, wo er mit 6:3, 6:1 gewann, dient als Paradebeispiel für seine makellose Spielweise. Mit lediglich vier unerzwungenen Fehlern über beide Sätze hinweg zeigte er eine fast fehlerfreie Performance.

Seine 15 kraftvollen Winner und eine hundertprozentige Erfolgsquote am Netz, wo er alle sechs Punkte gewann, sprechen für seine Überlegenheit auf dem Platz. Trotz einer Erstrundentrefferquote von nur 56 Prozent offenbart diese Statistik Raum für Verbesserungen in Sinners Spiel, auch wenn er bei erfolgreicher Erstaufschlag nur drei Punkte in 24 Versuchen abgab.

Anhand der ATP-Servicebewertungen, die vier Service-Metriken und die durchschnittliche Anzahl der Asse pro Spiel gegen die durchschnittliche Anzahl der Doppelfehler aufrechnen, übertraf Sinner Dimitrov deutlich mit einer Servicebewertung von 308 gegenüber 226 und einer Returnbewertung von 191 gegenüber 49.

Sinners unvergleichliche Siegesserie

Erstaunlicherweise verlor Sinner in seinen letzten drei Matches des Miami Open nur 13 Spiele, was seine dominante Form unter Beweis stellt. Seine Siege gegen Tomas Machac, Daniil Medvedev und schließlich Dimitrov zeigten ein Tennis von einem anderen Stern.

Besonders bemerkenswert war Sinners Fähigkeit, sich nach einem frühen Breakpoint gegen Dimitrov zu fangen und das Spiel mit beeindruckender Sicherheit zu kontrollieren. Nach dem Gewinn des ersten Satzes mit einem spektakulären Rückhand-Schlag entlang der Linie behielt Sinner auch im zweiten Satz die Oberhand, sodass Dimitrov kaum Punkte erzielen konnte.

Mit diesem Triumph sicherte sich Sinner seinen zweiten Masters-1000-Titel und katapultierte sich auf ein neues Karrierehoch von Platz 2 der Weltrangliste. Tennislegende Martina Navratilova äußerte sich bewundernd über Sinners Leistungen: "Mir fehlen die Superlative.

Sinner ist momentan unschlagbar. Ich denke, die einzige Person, die ihn schlagen könnte, ist Djokovic. Jannik spielt so souverän. Er gibt nicht einmal 100 Prozent und gewinnt das Match dennoch mühelos." Auch die ehemalige britische Nummer 1, Annabel Croft, lobte Sinners Form und betonte, wie sehr ihm der Gewinn der Australian Open zu Beginn des Jahres zusätzliches Selbstvertrauen gegeben hat.

Sinners Fähigkeit, aus jeder Situation heraus auf dem Platz zu explodieren, wurde hervorgehoben und als Zeichen dafür gesehen, dass bei ihm ein entscheidender Klick im Kopf stattgefunden hat.

Jannik Sinner
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