Verletzungssorgen: Jannik Sinner in Rom und Paris fraglich

Hüftverletzung gefährdet Jannik Sinners Teilnahme an Roland Garros

by Faruk Imamovic
SHARE
Verletzungssorgen: Jannik Sinner in Rom und Paris fraglich
© Getty Images/Clive Brunskill

Der italienische Tennisstar Jannik Sinner wäre einer der Favoriten für die French Open, wenn er in guter Form nach Paris käme. Doch mit weniger als zwei Wochen bis zum Start des zweiten Grand Slams 2024 scheint dies zunehmend unwahrscheinlich.

Sinner hat sich aus den Italian Open in Rom zurückgezogen, nachdem ihn eine Hüftverletzung bereits dazu gezwungen hatte, das Madrid Open früher in diesem Monat aufzugeben. Sinner steht nun vor einem Wettlauf gegen die Zeit, um für die French Open fit zu sein.

Auch Carlos Alcaraz hat sich aufgrund einer Unterarmverletzung von den Italian Open abgemeldet. Auf X schrieb Sinner: „Es ist nicht leicht, diese Nachricht zu schreiben, aber nach erneuten Gesprächen mit den Ärzten und Spezialisten über meine Hüftprobleme muss ich leider bekannt geben, dass ich in Rom nicht spielen kann.

Ich bin natürlich sehr traurig, dass ich mich nicht erholt habe, da es eines meiner Lieblingsturniere ist. Ich konnte es kaum erwarten, wieder zu Hause vor dem italienischen Publikum zu spielen. „Ich werde trotzdem für ein paar Tage nach Rom kommen und am Foro Italico vorbeischauen.

Vielen Dank für eure unterstützenden Nachrichten, die ich sehr zu schätzen weiß! Jetzt werde ich mit meinem Team und den Ärzten arbeiten, um bereit für Roland Garros zu sein.“

Spekulationen über Sinners Teilnahme an Roland Garros

Sinner hatte bei den Madrid Open mit der Verletzung gekämpft, doch letztlich musste er sich zurückziehen.

Sein Verzicht auf das Heimturnier in Rom ist ein schwerer Schlag. In den sozialen Medien kursieren inzwischen Gerüchte, dass Sinner ein „großes Fragezeichen“ für die French Open darstellt. Die fehlenden Updates aus seinem Umfeld verstärken die Besorgnis.

Bislang gab es keine Bilder von Sinner beim Training, was darauf hindeutet, dass er sich in einer Erholungsphase befindet, bevor er entscheidet, ob er in Roland Garros antreten kann. Sinner hat das Ausmaß seiner Hüftprobleme nicht offenbart, aber Verletzungen dieser Art sind für Tennisspieler notorisch schwierig.

Der ehemalige Weltranglistenerste Andy Murray musste seine Karriere beinahe wegen eines Hüftproblems beenden, bevor er sich einer Operation unterzog. Obwohl es keine Hinweise darauf gibt, dass Sinners Problem ähnlich schwerwiegend ist, ist seine mangelnde Spielpraxis vor den French Open besorgniserregend.

Sinner sagte: „Wir alle dachten, es sei kein ernstes Problem. Ich möchte nicht genau sagen, was es ist. Wenn es nicht zu 100 Prozent geheilt wäre, müsste ich lange aufhören zu spielen. Roland Garros? Wir müssen noch ein paar Dinge für Paris entscheiden.

Die Vorbereitung wird nicht optimal sein. Mein Team und ich werden unser Bestes tun, um mit einer möglichst hohen Prozentzahl konkurrenzfähig zu sein.“ Er fügte hinzu: „Einige Verletzungen können verhindert werden, andere nicht.

Bisher haben wir großartige Arbeit geleistet. Letztes Jahr hatte ich eine verletzungsfreie Saison. Wie auch dieses Jahr bisher. Nächstes Jahr müssen wir herausfinden, ob wir in Monte Carlo spielen oder nicht. In meinem Alter kann man nicht perfekt sein.

„In Madrid gab es Tage, an denen ich den Schmerz mehr spürte, an anderen nicht. Ich wusste, dass etwas nicht stimmte. Am Tag nach dem Match gegen Karen Khachanov sahen wir im MRT, dass etwas definitiv nicht in Ordnung war.“

Jannik Sinner Roland Garros
SHARE