Jannik Sinner und Carlos Alcaraz verpassen ATP-Mastersturnier in Rom

Jannik Sinner und Carlos Alcaraz müssen aufgrund von Verletzungen das derzeit stattfindende ATP-Mastersturnier in Rom aussetzen.

by Faruk Imamovic
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Jannik Sinner und Carlos Alcaraz verpassen ATP-Mastersturnier in Rom
© Getty Images/Matthew Stockman

Jannik Sinner und Carlos Alcaraz müssen aufgrund von Verletzungen das derzeit stattfindende ATP-Mastersturnier in Rom aussetzen. Besonders prekär ist die Situation für Sinner, dessen Teilnahme an den French Open wegen anhaltender Hüftprobleme in Gefahr ist.

Der ehemalige US-Open-Champion Andy Roddick sieht die Ursachen dieser Verletzungen im überfüllten und langen ATP-Kalender und warnt vor den Folgen.

Andy Roddick: "Der ATP-Kalender ist eine Falle für Spieler"

In seinem Podcast "Served" kritisiert Roddick den derzeitigen Aufbau des Kalenders: "So wie der Kalender aktuell aufgebaut ist, tut er den Spielern absolut keinen Gefallen." Roddick bemängelt insbesondere die Ausweitung vieler ATP-1000-Turniere, wie Madrid und Rom, auf zwei Wochen.

Dies lasse den Spielern kaum Zeit, um sich ausreichend zu erholen und an ihren Körpern zu arbeiten. "Wann sollen die Spieler an ihren Körpern arbeiten?" fragt der ehemalige Weltranglisten-Erste. "Früher konnte man mit Monte-Carlo ein 1000er-Turnier auslassen und hatte einen Monat Zeit zum Trainieren.

Das ist vorbei."

Sinner in Turin: Ein riskantes Comeback?

Laut der "Gazzetta dello Sport" könnte Sinner die French Open verpassen. Der Australian-Open-Sieger arbeitet derzeit in Turin an seinem Comeback, doch das Risiko einer erneuten Verletzung bleibt hoch.

Während des Turniers in Madrid verschlimmerte Sinner seine Hüftverletzung, weil er neben Spielen und Trainings auch intensive körperliche Workouts absolvierte. Roddick sieht darin ein großes Problem: "Wenn man Nummer eins werden will, muss man alle diese Turniere spielen – nicht jeder ist ein Novak Djokovic, der drei Grand-Slam-Turniere gewinnt und damit auf Platz eins steht.

Es ist ein Rechenproblem."

Zwei-Wochen-Formate: Bringen sie den gewünschten Erfolg?

Roddick, der in dem Podcast auch seine Hautkrebs-Erkrankung bekanntgab, bezweifelt, dass die Ergebnisse aus Madrid die Ausweitung auf zwei Wochen rechtfertigen.

Sinner konnte sein Viertelfinale gegen Felix Auger-Aliassime in Madrid nicht antreten. Alcaraz verlor in der gleichen Runde gegen den späteren Sieger Andrey Rublev. Auch Daniil Medvedev und der Überraschungshalbfinalist Jiri Lehecka mussten verletzungsbedingt aufgeben.

Die Frage bleibt, ob der straffe Turnierplan langfristig den gewünschten Erfolg bringt oder ob er eher zu einer Zunahme von Verletzungen führt. Roddick sieht die aktuellen Stars in einer Zwickmühle und fordert eine Überarbeitung des Kalenders, um den Spielern mehr Raum zur Regeneration zu geben.

Die aktuelle Situation zeigt deutlich, dass der ATP-Kalender nicht nur sportliche Höchstleistungen, sondern auch eine erhöhte Verletzungsanfälligkeit zur Folge haben kann. Die Debatte über eine mögliche Anpassung des Turnierplans wird sicherlich weitergehen, während Spieler wie Sinner und Alcaraz versuchen, sich rechtzeitig für die kommenden großen Turniere zu erholen.

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