Tommy Paul überrascht beim Italian Open auf Sand

Tommy Paul sorgt beim Italian Open für Aufsehen.

by Faruk Imamovic
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Tommy Paul überrascht beim Italian Open auf Sand
© Getty Images/Mike Hewitt

Tommy Paul, ein amerikanischer Tennisspieler, der sich im Gegensatz zu vielen seiner Landsleute auf Sandplätzen wohlfühlt, sorgt beim Italian Open für Aufsehen. Während viele Amerikaner Schwierigkeiten haben, auf dem europäischen Sandplatz Fuß zu fassen, fühlt sich Paul auf der roten Asche wie zu Hause.

Der Grund dafür liegt in seiner Jugend in Greenville, North Carolina, wo er auf diesem Belag groß geworden ist.

Eine Kindheit auf Sand

Paul erinnert sich: „Das war alles, worauf ich gespielt habe, selbst bevor ich an Hartplatzturnieren teilgenommen habe.

Der grüne Sand, nicht der gute Stoff. Ich fühle mich darauf wohl. Ich genieße meine Zeit darauf gerade wirklich.“ Diese Vertrautheit mit dem Belag zahlt sich nun aus. Am Donnerstag besiegte Paul den neuntplatzierten Hubert Hurkacz mit 7-5, 3-6, 6-3 und erreichte damit das Halbfinale des Italian Open.

Zuvor hatte er den Titelverteidiger Daniil Medvedev in zwei Sätzen geschlagen. Dies ist das beste Ergebnis seiner Karriere auf rotem Sand – zumindest auf Seniorenniveau. Als Junior gewann Paul 2015 den Titel bei den French Open der Jungen.

Dieses frühe Talent zeigt sich nun auch bei den Erwachsenen.

Blick auf das Halbfinale

Im Halbfinale am Freitag trifft der 16. der Weltrangliste auf Nicolas Jarry, der sich gegen den Monte-Carlo-Masters-Sieger Stefanos Tsitsipas mit 3-6, 7-5, 6-4 durchgesetzt hat.

Das andere Halbfinale wird zwischen dem Rom-Sieger von 2017, Alexander Zverev, und Alejandro Tabilo ausgetragen, der den topgesetzten Novak Djokovic in der dritten Runde eliminiert hat. Erwähnenswert ist auch, dass zum ersten Mal seit der Einführung des Masters-1000-Formats im Jahr 1990 zwei Chilenen – Jarry und Tabilo – in den Halbfinals eines solchen Turniers stehen werden.

Tommy Pauls unerwarteter Erfolg in Rom zeigt, wie wichtig es ist, sich auf unterschiedlichen Belägen wohlzufühlen und flexibel zu bleiben. Mit seiner bisherigen Leistung hat er bewiesen, dass er auf Sandplätzen mithalten kann und in Zukunft vielleicht noch weitere Erfolge auf diesem Untergrund feiern wird.

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