Experten zweifeln an Alexander Zverevs Chancen bei den French Open

Experten kritisch: Zverev trotz Rom-Sieg kein Favorit in Paris

by Faruk Imamovic
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Experten zweifeln an Alexander Zverevs Chancen bei den French Open
© Getty Images/Clive Brunskill

Alexander Zverev gehört trotz seines jüngsten Triumphs beim Turnier in Rom nicht zu den Top-Favoriten für den Gewinn von Roland Garros. Der ehemalige Spieler Sam Querrey kritisierte insbesondere Zverevs zweite Aufschläge und sieht darin ein Hindernis für langfristigen Erfolg.

Der frühere Weltranglistenzweite Zverev startet mit viel Selbstvertrauen in die French Open 2024, nachdem er vergangene Woche seinen sechsten ATP Masters 1000-Titel errang, indem er Nicolas Jarry im Finale der Italian Open besiegte.

Dieser Erfolg verhalf dem Deutschen, auf Platz 4 der ATP-Rangliste zurückzukehren – seine beste Position seit August 2022 – und sicherte ihm den vierten Setzplatz in Paris.

Zweifel an Zverevs Grand-Slam-Tauglichkeit

Trotz dieser Erfolge wird Zverevs Fähigkeit, bei Roland Garros zu triumphieren, auf dem Rennae Stubbs Tennis Podcast kritisch hinterfragt.

Die viermalige Grand-Slam-Doppel-Siegerin Rennae Stubbs betonte, dass Zverev oft „super nervös“ werde, wenn es darum geht, Matches zu beenden. Sie fügte hinzu, dass seine Niederlage bei den US Open 2020 – als er gegen Dominic Thiem nach einer 2:0-Satzführung noch in fünf Sätzen verlor – ihn weiterhin beschäftigen werde.

Auch der ehemalige Weltranglistenelfte Sam Querrey äußerte seine Zweifel an Zverevs Titelchancen in Paris. „Er war schon immer so. Man sieht, wie er bei der zweiten Aufschlägen oder bei den Grundschlägen nervös wird.

Für jemanden, der 1,98 m groß ist und den Ball hart schlagen kann, scheut er sich nicht, hinter die Grundlinie zu gehen und den Ball nur über das Netz zu streicheln“, erklärte Querrey. „Das ist keine Erfolgsstrategie, um langfristig mehrere Grand Slams zu gewinnen.

Er könnte einen gewinnen, man weiß es nie, aber auf Dauer wird das nicht funktionieren. Gegen Jarry wusste er, dass er der bessere Spieler war und tat, was nötig war, um das Match [in Rom] zu gewinnen. Für mich gehört er trotz des Sieges in Rom nicht zu den Top-3-Favoriten bei den French Open.“

Herausforderungen und Potenzial

Obwohl Experten wie Querrey Zverevs Chancen skeptisch sehen, bleibt sein Potenzial unbestreitbar.

Die Kritikpunkte, insbesondere die Unsicherheiten bei wichtigen Momenten und der zweite Aufschlag, sind Aspekte, an denen er arbeiten muss, um sich in der Spitze zu etablieren. Zverevs jüngste Leistung in Rom zeigt jedoch, dass er in der Lage ist, auf höchstem Niveau zu bestehen und wichtige Matches zu gewinnen.

Mit dem vierten Setzplatz in Paris hat er eine gute Ausgangsposition, um tief in das Turnier vorzudringen und möglicherweise die Zweifel zu widerlegen. Seine Fähigkeit, sich von Rückschlägen zu erholen und weiterzuentwickeln, wird entscheidend sein, wenn er sich als Grand-Slam-Sieger etablieren möchte.

Ob er dies bei den diesjährigen French Open schaffen kann, bleibt abzuwarten, aber die Tenniswelt wird gespannt zuschauen.

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