Jannik Sinner steht kurz vor der Weltranglistenführung im Tennis

Ein historischer Moment für Italiens Tennis

by Faruk Imamovic
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Jannik Sinner steht kurz vor der Weltranglistenführung im Tennis
© Getty Images/Clive Mason

Jannik Sinner steht an der Spitze des italienischen Sports, nachdem er angekündigt wurde, als erster Italiener die Nummer 1 der ATP-Weltrangliste zu werden. Diese historische Errungenschaft folgt auf den Rückzug von Novak Djokovic aus den French Open aufgrund einer Verletzung.

Obwohl Djokovic das Turnier gewinnen musste, um seine Spitzenposition zu behalten, hatte Sinner bereits eine starke Position, um die Führung zu übernehmen. Der 22-jährige Sinner, der in den letzten sieben Monaten beeindruckende Erfolge erzielt hat, führte Italien im Dezember zum ersten Davis Cup-Sieg seit 1976 und sicherte sich anschließend den Titel bei den Australian Open sowie den Rotterdam Open.

Diese Triumphe katapultierten ihn auf den zweiten Platz der Weltrangliste und ebneten den Weg zur Spitze.

Lob und Anerkennung aus allen Richtungen

Die Nachricht von Sinnners Aufstieg hat eine Flut von Glückwünschen und Anerkennungen ausgelöst, nicht nur aus der Tenniswelt, sondern aus dem gesamten italienischen Sport.

Andrea Gaudenzi, der Präsident der ATP, äußerte sich begeistert: „Die Nachricht, dass Jannik Sinner nun die Nummer 1 der Welt ist, ist fantastisch. Ich bin sehr glücklich für ihn. Die Spitze der Weltrangliste zu erreichen, ist die schwierigste Leistung für einen Tennisspieler, und nun einen Italiener in dieser Position zu haben, ehrt mich auch in meiner Rolle als ATP-Präsident.“ Weiterhin zollten italienische Tennisgrößen wie Matteo Berrettini, Fabio Fognini, Lorenzo Sonego, Sara Errani und Jasmine Paolini ihrem Landsmann auf sozialen Medien Respekt.

Auch nationale Größen wie die italienische Fußballnationalmannschaft und der Fußballklub AC Mailand haben ihre Anerkennung ausgesprochen. Nicola Pietrangeli, zweifacher Gewinner der French Open und selbst eine Legende des italienischen Sports, wies Behauptungen zurück, er sei neidisch auf Sinnners Erfolg.

„Es ist ein wunderschöner Moment nicht nur für den Tennis, sondern für den gesamten italienischen Sport. Es ist das erste Mal, dass das passiert“, sagte Pietrangeli der italienischen Nachrichtenagentur Adnkronos.

Er fügte hinzu, dass er es vorgezogen hätte, wenn Sinner Djokovic direkt im Finale geschlagen hätte, aber es sei auch so in Ordnung.

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