Jannik Sinner wird als erster Italiener die Nummer Eins im Tennis

Der neue König des Tennis: Jannik Sinner erklimmt die Weltrangliste

by Faruk Imamovic
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Jannik Sinner wird als erster Italiener die Nummer Eins im Tennis
© Getty Images/Clive Brunskill

Im Herren-Tennis gibt es eine neue Nummer Eins: Jannik Sinner hat als erster Italiener die Spitze der ATP-Rangliste erreicht. Novak Djokovic, der Tennisstar, findet sich erstmals seit einem Jahr außerhalb der Top Zwei wieder.

Vor dem Start der French Open zeichnete sich bereits ab, dass Sinner die Führung übernehmen könnte. Djokovic musste mindestens das Halbfinale erreichen, um Sinners Aufstieg zu verhindern. Doch der Kampf um die Spitzenposition fand ein abruptes Ende, als Djokovic im Viertelfinale eine schwere Knieverletzung erlitt und sich aus dem Turnier zurückziehen musste.

Er entschied sich für eine Operation, was Sinners Weg an die Spitze ebnete.

Dynamische Verschiebungen in der Weltrangliste

Sinner, der das Halbfinale erreichte und dort gegen den späteren Champion Carlos Alcaraz verlor, war bereits als neue Nummer Eins gesichert.

Er ist nun der 29. Spieler in der Geschichte, der diese Position erreicht hat. Djokovic hatte die letzten 39 Wochen als Nummer Eins verbracht, nachdem er Alcaraz ablöste, der nach seinem Sieg bei den US Open 2023 den Titel gewonnen hatte.

Djokovic steht nun bei 428 Wochen an der Spitze der Weltrangliste, doch angesichts seiner bisherigen Erfolge ist es unmöglich, ihn abzuschreiben. Alcaraz, durch seinen Gewinn des Titels nun dreifacher Grand-Slam-Sieger, rückte auf Platz zwei vor, was Djokovic erstmals seit Mai 2023 aus den Top Zwei verdrängt.

Sinner genießt derzeit einen Vorsprung von 945 Punkten vor Alcaraz, der in den kommenden Wochen in Queen's Club und Wimbledon viele Punkte zu verteidigen hat, während Djokovic weitere 220 Punkte zurückliegt.

Alexander Zverev, der Zweitplatzierte von Roland Garros, festigte seine Position auf Platz vier, indem er seine Punktzahl um 580 Punkte verbesserte. In den Top 10 gab es nur eine weitere Änderung: Alex de Minaur stieg auf Platz 9 auf, während Stefanos Tsitsipas auf Platz 11 abrutschte.

Aufsteiger und Absteiger

Die großen Aufsteiger außerhalb der Top 20 sind Corentin Moutet, der um 23 Plätze auf Platz 56 sprang, und Brandon Nakashima, der 14 Plätze auf Platz 70 kletterte. Sumit Nagal erreichte mit Platz 77 eine neue Karrierehöhe, und Zizou Bergs stieg um 23 Plätze auf die neue Höchstposition von Platz 81.

Die großen Verlierer sind Andy Murray, der 22 Plätze auf Platz 97 fiel und damit kurz vor dem Ausscheiden aus den Top 100 steht, und Borna Coric, der 15 Plätze auf Platz 88 zurückfiel.

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