Alexander Zverev findet nach der Niederlage bei den French Open schnell seine Form

Alexander Zverevs Weg zur Spitze: Nach Niederlage bei den French Open

by Faruk Imamovic
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Alexander Zverev findet nach der Niederlage bei den French Open schnell seine Form
© Getty Images/Dan Istitene

Alexander Zverev hat nach seiner Finalniederlage gegen Carlos Alcaraz bei den French Open erstaunlich schnell wieder Tritt gefasst. Obwohl der 27-Jährige auf dem Court Philippe-Chatrier vor 15.000 Zuschauern verlor, fand er warme Worte der Anerkennung und zeigte Größe im Umgang mit seiner Niederlage.

Zverevs Worte und sein Blick nach vorn

Während der Siegerehrung wählte Zverev seine Worte mit Bedacht und bewies die Klasse eines fairen Verlierers. Seine Umarmung mit der Tennislegende Björn Borg, der genau vor 50 Jahren zum ersten Mal auf dieser Bühne triumphierte, war ein Moment des Trostes und der Versöhnung.

Zverev gestand, dass er sich während der Vorbereitungen zur Ehrung kurzzeitig wie der einsamste Mensch in Paris fühlte, doch er war alles andere als allein. Das Publikum und die Anwesenden schenkten ihm Trost und Anerkennung.

Die Diskussionen über das Spiel konzentrierten sich auf physische Unterschiede, Schiedsrichterentscheidungen und Chancenverwertung. Zverev selbst erklärte in einer kleinen Pressekonferenz, dass die langsamen und hohen Bälle von Alcaraz in Verbindung mit starkem Gegenwind eine Herausforderung darstellten, die er nicht überwinden konnte.

Trotz der Niederlage fand er humorvolle Worte: "Die Chance, dass ich diese Woche in Stuttgart aufschlage, ist in etwa so groß wie die Chance, dass ich jetzt nochmal da raus gehe und das Finale gewinne."

Vorbereitung auf die Rasensaison und persönliche Pläne

Nach einem kurzen Abstecher zu einem Sponsorentermin in der Schweiz und einem Besuch bei seiner Tochter in Berlin, richtet Zverev seinen Blick auf die bevorstehende Rasensaison.

Er wird beim traditionellen Turnier in Halle antreten, wo er in der Vergangenheit bereits zwei Finalteilnahmen verbuchen konnte. Seine Selbstwahrnehmung auf Rasen ist allerdings gemischt, da er in Wimbledon bisher nicht über das Achtelfinale hinausgekommen ist.

Zverev sieht seine größten Chancen bei den bevorstehenden Olympischen Spielen in Paris und den US Open. Er betrachtet sich selbst als einen der Topfavoriten bei Olympia, besonders nach seiner starken Leistung auf dem Lieblingsuntergrund bei den French Open.

Doch Zverev ist vorsichtig mit Prognosen und möchte sich zunächst auf die Rasensaison konzentrieren. Zverevs Reise ist ein Beispiel für Beharrlichkeit und Anpassungsfähigkeit im professionellen Tennis. Während er auf seine erste Grand-Slam-Trophäe hinarbeitet, bleibt er ein ernsthafter Anwärter auf den Titel und beweist, dass auch Niederlagen Teil des Weges zum Erfolg sind.

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