Andy Murray und Emma Raducanu spielen gemeinsam in Wimbledon

Britische Tennisstars bündeln ihre Kräfte in Wimbledon

by Faruk Imamovic
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Andy Murray und Emma Raducanu spielen gemeinsam in Wimbledon
© Getty Images/Adam Pretty

In einer aufsehenerregenden Ankündigung hat Wimbledon am Mittwoch bekannt gegeben, dass Andy Murray und Emma Raducanu, zwei der größten Namen im britischen Tennis, im gemischten Doppel antreten werden. Diese Zusammenarbeit verspricht, ein Highlight des Turniers zu werden.

Andy Murray, 37 Jahre alt, ist bereits ein erfahrener Veteran auf dem Platz mit drei Grand-Slam-Titeln unter seinem Gürtel, darunter zwei Siege beim prestigeträchtigen Turnier in Wimbledon in den Jahren 2013 und 2016.

Emma Raducanu, die erst 21 Jahre alt ist, hat die Tenniswelt im Sturm erobert, indem sie 2021 als erste Qualifikantin die US Open gewann.

Murray plant seinen Abschied

Die Entscheidung, im gemischten Doppel anzutreten, kommt nachdem Murray seine Teilnahme im Einzel aufgrund einer Operation, bei der eine Zyste an seiner Wirbelsäule entfernt wurde, absagen musste.

Zudem wird dies Murrays letzter Auftritt in Wimbledon sein, da er plant, seine Karriere nach den Olympischen Spielen in Paris, die später diesen Monat beginnen, zu beenden. „Ich habe ein bisschen mit meinem Team darüber gesprochen, ob ich im gemischten Doppel spielen sollte, und sie fragten mich, was ich mir davon erhoffe“, erzählte Murray den Reportern nach einer Trainingseinheit am Mittwoch.

„Zuerst wollen wir in den Matches konkurrenzfähig sein und dann war es auch etwas Besonderes, mit einer anderen Britin zu spielen.“ Raducanu stand ganz oben auf seiner Liste. „Wir hatten während des COVID-Jahres darüber gesprochen, aber da wir beide im Einzel ziemlich erfolgreich waren, kam es nicht dazu“, fügte er hinzu.

Ein spätes Abkommen

Die Entscheidung fiel spät. „Gestern Abend habe ich ihrem Trainer eine Nachricht geschickt und gefragt, ob er glaubt, dass es etwas wäre, worauf sie Lust hätte. Er meinte, es wäre einen Versuch wert, also habe ich gefragt.

Es war ziemlich spät gestern Abend, nach 21 Uhr, und ich machte mir Sorgen, dass sie vielleicht schon schlafen könnte“, erklärte Murray. Die Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten: „Aber ich bekam schnell eine Antwort. Sie sagte: 'Ja, lass uns das machen.' Das war's dann.“

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