Cameron Norrie gewinnt gegen Jack Draper in der zweiten Runde

Britische Nummer-1-Spieler scheiden in Wimbledon aus

by Faruk Imamovic
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Cameron Norrie gewinnt gegen Jack Draper in der zweiten Runde
© Getty Images/Justin Setterfield

Es war ein ereignisreicher Donnerstag in Wimbledon, an dem die britischen Tennisfans Zeugen einer Serie von Überraschungen wurden. Im Mittelpunkt standen die beiden britischen Nummer-1-Spieler Jack Draper und Katie Boulter, die beide überraschend in der zweiten Runde ausschieden.

Ihre Gegner, die britischen Nummer-2-Spieler Harriet Dart und Cameron Norrie, sorgten für Furore auf dem Platz. Harriet Dart setzte sich in einem intensiven Match gegen Katie Boulter durch. Dart, die bisher nur einmal gegen Boulter gewonnen hatte, kämpfte sich nach einem verlorenen ersten Satz zurück und gewann das Spiel in einem dramatischen Tiebreak mit 10-8 im dritten Satz.

Dart, sichtlich emotional, teilte nach ihrem Sieg mit: „Ich trage meine Emotionen auf der Zunge, also sieht man leider alles, was ich denke, aber ich bin so glücklich, dass ich es geschafft habe.“ Ihre Worte zeigten die Tiefe des Moments für die junge Spielerin, die nun erstmals in die Top 80 der Weltrangliste aufsteigt.

Cameron Norrie hingegen konnte in einem ebenso spannenden Match gegen Draper überzeugen. Norrie, der bereits im letzten Jahr das Halbfinale erreichte, spielte konzentriert und nutzte seine Chancen konsequent. Mit einem Sieg im Tiebreak des dritten Satzes sicherte er sich seinen Platz in der dritten Runde.

Draper, der kürzlich Carlos Alcaraz geschlagen hatte, musste die Hoffnung auf einen tiefen Lauf im Turnier begraben.

Britische Legenden und harte Niederlagen

Währenddessen musste eine britische Tennislegende eine herbe Niederlage hinnehmen.

Andy Murray, der zusammen mit seinem Bruder Jamie im Männerdoppel antrat, schied gegen das australische Duo Rinky Hijikata und John Peers aus. Trotz eines engen ersten Satzes, den die Murrays im Tiebreak verloren, reichte es nicht für einen Sieg.

Andy Murray, der während des Spiels mit Rückenschmerzen zu kämpfen hatte, könnte somit sein letztes Match in Wimbledon gespielt haben. Der Tag war auch für andere britische Spieler herausfordernd. Die junge Wildcard Jacob Fearnley zeigte zwar eine beeindruckende Leistung gegen den siebenfachen Wimbledon-Sieger Novak Djokovic, unterlag jedoch letztendlich in vier Sätzen.

Lily Miyazaki hingegen hatte weniger Glück und wurde von der Russin Daria Kasatkina regelrecht vom Platz gefegt. Dieser Donnerstag in Wimbledon wird sicherlich als ein Tag in Erinnerung bleiben, an dem die britischen Tennisfans zwischen Hoffnung und Enttäuschung schwankten, ein Spiegelbild der unberechenbaren Natur des Sports.

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