Andy und Jamie Murray scheiden früh in Wimbledon aus

Andy Murrays schwieriger Abschied in Wimbledon

by Faruk Imamovic
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Andy und Jamie Murray scheiden früh in Wimbledon aus
© Getty Images

Andy Murray, zweifacher Wimbledon-Sieger im Einzel, erlebte am Donnerstag einen schwierigen Start in sein letztes Wimbledon-Turnier. Zusammen mit seinem älteren Bruder Jamie schied er bereits in der ersten Runde des Männerdoppels aus.

Das australische Duo Rinky Hijikata und John Peers besiegte die Brüder mit 7-6 (6), 6-4. Murrays Bewegungen waren sichtlich durch Rückenschmerzen eingeschränkt, eine Folge der kürzlich erfolgten Operation an einer spinalen Zyste, die ihm das Gefühl im rechten Bein teilweise nahm.

Trotz seiner gesundheitlichen Probleme entschied sich Murray, an der Seite seines Bruders anzutreten, was unter den Zuschauern im All England Club erhebliche Begeisterung auslöste. Die britischen Fans erhofften sich, die Tennislegende ein letztes Mal bei den Meisterschaften spielen zu sehen.

Die Brüder wurden mit stehenden Ovationen auf dem Centre Court empfangen, ein seltener Anblick für ein Erstrunden-Match im Männerdoppel seit 1995.

Kampfgeist und zukünftige Pläne

Die Murray-Brüder zeigten gleich zu Beginn des Spiels Kampfgeist.

Nachdem Andy Murray das erste Spiel mit einem kraftvollen Schlag gewonnen hatte, zeigten sich jedoch bald seine Schmerzen. Zwischen den Punkten versuchte er immer wieder, seinen Rücken zu dehnen. Trotz der Beschwerden schafften es die Brüder, das Match spannend zu gestalten und im Tiebreak des ersten Satzes sogar eine 6-5-Führung zu erarbeiten.

Doch die Australier konnten schließlich zurückschlagen und das Spiel für sich entscheiden. In einem Gespräch mit der BBC äußerte Andy Murray seine Gedanken über das Doppelspiel mit seinem Bruder: „Es war natürlich wirklich besonders.

Wir hatten nie die Chance dazu. Dieses Jahr gab es die Möglichkeit, und Jamie hat mich gefragt. Es war ein Wettlauf gegen die Zeit, und körperlich war es heute nicht leicht, aber ich bin froh, dass wir es gemeinsam machen konnten.“ Trotz des frühen Ausscheidens in Wimbledon ist dies nicht das Ende von Murrays Tenniskarriere.

Er plant, seinen Abschied bei den Olympischen Spielen in Paris zu nehmen, die später in diesem Monat beginnen. Zuvor wird er jedoch noch einmal an der Seite von Emma Raducanu im Mixed-Doppel antreten, nachdem beide eine Wildcard für das Turnier erhalten haben.

Murrays Einsatz und Entschlossenheit, trotz physischer Einschränkungen weiterzuspielen, zeugen von seinem unermüdlichen Kampfgeist und seiner Liebe zum Tennis. Die Fans können gespannt sein, wie sich der ehemalige Weltmeister in seinen letzten Spielen schlagen wird.

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