Novak Djokovic setzt sich in Wimbledon durch: Kontroverse um Fanverhalten

Novak Djokovic spricht über Respekt und Fanverhalten in Wimbledon

by Faruk Imamovic
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Novak Djokovic setzt sich in Wimbledon durch: Kontroverse um Fanverhalten
© Getty Images/Julian Finney

Novak Djokovic, der 24-fache Grand-Slam-Sieger, sicherte sich am Montagabend in etwas mehr als zwei Stunden mit einem klaren 6-3, 6-4, 6-2 gegen den 15. gesetzten Holger Rune einen Platz im Viertelfinale von Wimbledon. Nach dem Spiel machte Djokovic jedoch Schlagzeilen, nicht nur wegen seines Sieges, sondern auch wegen seiner Kommentare zum Verhalten einiger Zuschauer.

Während des Matches schienen einige Zuschauer Runes Namen in die Länge zu ziehen, was ähnlich wie Buh-Rufe klang. Djokovic interpretierte dies als Unsportlichkeit und nutzte sein Interview, um sich direkt an das Publikum zu wenden.

"An alle Fans, die Respekt zeigen und heute Abend hier geblieben sind: Vielen Dank von ganzem Herzen. Ich schätze es sehr. Und an all jene, die sich entschieden haben, den Spieler zu respektieren – in diesem Fall mich –, wünsche ich eine gute Nacht.

Eine sehr gute Nacht," sagte er, wobei er die "O's" in "good" dehnte, als würde er "boo" sagen.

Die Reaktionen: Von der Pressekonferenz bis zu Rune's Sicht

In der anschließenden Pressekonferenz wurde Djokovic gefragt, ob der All England Club etwas gegen das rüpelhafte Verhalten einiger Fans unternehmen sollte.

Er erklärte, dass es schwierig sei, in solchen Momenten zu intervenieren, da die Zuschauer ihre Tickets gekauft hätten und sich entsprechend verhalten dürfen. "Man kann nicht einfach einen ganzen Abschnitt des Publikums entfernen oder das Stadion räumen, weil sie sich schlecht benehmen oder Respektlosigkeit zeigen," fügte Djokovic hinzu.

Rune, der das Match katastrophal begann und die ersten 12 Punkte verlor, spielte die Situation herunter. "Wenn man nicht weiß, was passiert ist, könnte es sich wie 'Buhrufe' anhören," erklärte er. "Aber wenn man die Hintergründe kennt, war es mein Name." Rune betonte, dass die Gesänge der Fans keinen großen Einfluss auf das Match gehabt hätten und fügte hinzu, dass er glaube, beide Spieler hätten großartige Unterstützung erhalten.

Als das Match endete, machte Djokovic eine Geste, als würde er eine Geige spielen, vielleicht um spöttisch anzudeuten, dass es ihm leid tue, jemanden im Publikum durch seinen Sieg und seinen Einzug ins Viertelfinale traurig gemacht zu haben.

Er hat Wimbledon bereits sieben Mal gewonnen und war letztes Jahr Zweiter hinter Carlos Alcaraz. "Ich habe in viel feindseligeren Umgebungen gespielt, glaubt mir," sagte Djokovic. "Ihr könnt mich nicht berühren."

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