Rusedski erklärt Novak Djokovic und Jannik Sinner zu Wimbledon-Favoriten

Djokovic überzeugt auf dem Weg ins Wimbledon-Viertelfinale

by Faruk Imamovic
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Rusedski erklärt Novak Djokovic und Jannik Sinner zu Wimbledon-Favoriten
© Getty Images/Julian Finney

Novak Djokovic hat sich nach seiner Knieoperation Anfang Juni eindrucksvoll zurückgemeldet. Der serbische Tennisstar steht zum 15. Mal im Viertelfinale von Wimbledon und zeigt sich in herausragender Form. Nachdem Djokovic die ersten vier Matches souverän gemeistert hat, überzeugte er besonders beim letzten Spiel gegen den 15.

gesetzten Holger Rune, das er mit 6-3, 6-4, 6-2 für sich entschied. Der Center Court erlebte allerdings auch seine dramatischen Momente, als Djokovic während des Spiels das Gefühl hatte, vom Publikum ausgebuht zu werden.

Später stellte sich jedoch heraus, dass viele Zuschauer einfach Rune anfeuerten. Djokovic bedankte sich bei den respektvollen Fans: "An alle Fans, die Respekt gezeigt und heute Abend hier geblieben sind, vielen Dank von ganzem Herzen.

Das schätze ich sehr."

Herausforderungen und Triumph

Greg Rusedski, ehemalige britische Nummer 1, erklärte, dass viele Zuschauer einfach nur Runes Namen auf eine besondere Weise riefen, die sich für Unkundige wie Buhrufe anhören konnte.

"Alle denken, es sei unhöflich, aber es ist nur der dänische Sprechgesang. Also nichts Respektloses gegenüber Novak", so Rusedski. Djokovics Leistung beeindruckte Rusedski besonders, da dieser bisher nur zwei Sätze abgegeben hat.

Er und Jannik Sinner gelten nun als Favoriten des Turniers. Der Serbe, der bereits siebenmal in Wimbledon triumphieren konnte, war nach seiner Halbfinalniederlage bei den Australian Open und dem verletzungsbedingten Rückzug aus dem Viertelfinale der French Open von vielen abgeschrieben worden.

Doch die Bedenken, ob er sich vollständig erholt hatte, zerstreute Djokovic selbst, als er sich während eines Spiels in die volle Spagat warf – ein klares Zeichen seiner Fitness. Auch Thomas Enqvist, Finalist der Australian Open 1999, sieht Djokovic auf einem guten Weg: "Wenn Novak sich etwas in den Kopf setzt – für mich bedeutet das, er ist bereit", erklärte Enqvist.

"Er hat seinen Kampfgeist, und das wollen wir alle sehen." Trotz der Herausforderungen auf und abseits des Platzes scheint Novak Djokovic bereit zu sein, in Wimbledon erneut Geschichte zu schreiben. Mit seinem unvergleichlichen Talent und seiner mentalen Stärke ist er zweifellos einer der Hauptanwärter auf den Titel.

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