Wimbledon sieht Generationenduell zwischen Djokovic und Musetti

Musetti erreicht erstes Halbfinale in Wimbledon

by Faruk Imamovic
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Wimbledon sieht Generationenduell zwischen Djokovic und Musetti
© Getty Images/Clive Brunskill

Lorenzo Musetti, der junge italienische Tennisstar, hat in Wimbledon für Furore gesorgt. Mit seinem Sieg über Taylor Fritz erreichte er zum ersten Mal das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. Der 22-Jährige, der bisher nie über die dritte Runde im All England Club hinauskam, zeigte nach seinem 3:6, 7:6 (5), 6:2, 3:6, 6:1 Erfolg große Emotionen.

Er breitete die Arme weit aus und bedeckte dann sein Gesicht mit beiden Händen. Musetti, als 25. gesetzt, gestand nach dem Match: "Ich habe mein bestes Tennis zum Schluss gespielt. Ich habe das Beste für das Ende aufgehoben." Sein Durchbruch in Wimbledon ist umso bemerkenswerter, da er gegen den 13.

gesetzten Fritz antreten musste, der bekannt dafür ist, einer der stärksten Aufschläger des Sports zu sein, aber bisher in allen vier Grand-Slam-Viertelfinals gescheitert ist.

Herausforderung Djokovic

Nun steht Musetti jedoch vor einer noch größeren Herausforderung: einem Match gegen Novak Djokovic.

Djokovic, der auf eine Rekordzahl von 13 Halbfinalteilnahmen in Wimbledon zurückblicken kann, die er sich mit Roger Federer teilt, tritt mit einem Vorteil an: Er hatte drei volle Tage frei, nachdem sein geplanter Gegner Alex de Minaur aufgrund einer Hüftverletzung kurzfristig absagen musste.

Musetti sieht der Begegnung mit Humor und Respekt: "Er kennt wahrscheinlich besser als ich den Platz und das Stadion, ganz sicher", scherzte er. "Scherz beiseite, er ist eine Legende, hier in Wimbledon besonders." Die beiden haben bereits sechs Mal gegeneinander gespielt, wobei Djokovic fünf dieser Begegnungen für sich entscheiden konnte.

Das letzte Aufeinandertreffen endete nach einem harten Kampf erst um 3 Uhr morgens während der French Open. "Wir kennen uns ziemlich gut. Es war immer ein harter Kampf, also erwarte ich einen großen Kampf", sagte Musetti.

Er betont weiter: "Ich bin ein ehrgeiziger Typ und mag es, herausgefordert zu werden." Auch die königliche Unterstützung fehlte nicht. Queen Camilla, die Ehefrau von König Charles III, war im Publikum und schloss sich den Fans bei der Welle an.

Ein Zeichen dafür, dass dieses Turnier auch über den Sport hinaus eine bedeutende gesellschaftliche Veranstaltung ist. Während Djokovic nach seinem 25. Major-Titel strebt, sucht Musetti weiterhin nach seinem ersten.

Die Tenniswelt blickt gebannt auf das Halbfinale, das nicht nur einen neuen Stern am Tennis-Himmel bestätigen könnte, sondern auch die Legende Djokovic weiter verfestigt.

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