Amerikanisches Tennis wartet weiter auf den nächsten Grand-Slam-Sieger

by Faruk Imamovic
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Amerikanisches Tennis wartet weiter auf den nächsten Grand-Slam-Sieger
© afwu_slm/X/Fair Use

Der amerikanische Tennissport erlebt derzeit eine erfreuliche Renaissance. Spieler wie Taylor Fritz, Tommy Paul, Ben Shelton und Frances Tiafoe konnten zuletzt beachtliche Ergebnisse erzielen und sich weit nach vorne in den ATP-Ranglisten kämpfen. Doch trotz dieser positiven Entwicklung warten die USA seit mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnten vergeblich auf einen männlichen Grand-Slam-Sieger. Andy Roddick war 2003 der letzte Amerikaner, der ein großes Turnier gewinnen konnte.

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Die Hürden bleiben hoch

Patrick McEnroe, ehemaliger Kapitän des amerikanischen Davis-Cup-Teams, zeigt sich erfreut über den aktuellen Aufwärtstrend. Trotzdem betont er, dass der Schritt vom Ranglisten-Erfolg zum Gewinn eines Grand Slams enorm groß sei: „Es ist eine sehr gute Zeit für das amerikanische Tennis, aber der Weg zu einem Grand-Slam-Titel ist schwierig.“

Die Gründe dafür liegen vor allem in der Dominanz junger Talente wie Carlos Alcaraz und Jannik Sinner, die laut McEnroe ähnlich prägend werden könnten wie einst Federer, Nadal und Djokovic. „Diese Jungs sind so gut und sehen aus, als würden sie die kommenden Jahre dominieren.“, erklärt McEnroe. „Jeder Amerikaner, der gewinnen will, muss wahrscheinlich an mindestens einem von ihnen vorbei.“

Neue Hoffnungsträger gesucht

Ben Shelton bringe zwar viel Potenzial und Power mit, und Taylor Fritz zeige konstante Leistungen, doch klare Favoriten seien sie aktuell nicht. Tommy Paul sei dagegen als Tennisspieler vermutlich unterschätzt, könne jedoch auch keine garantierten Siege versprechen. Patrick McEnroe erwähnt zudem Joao Fonseca als aufstrebendes Talent, das die Konkurrenz künftig zusätzlich verschärfen dürfte.

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Die strategische Ausrichtung im US-Tennis sei aber richtig gewesen, so McEnroe: „Früher wollten wir möglichst viele Spieler nach oben bringen, ohne dabei direkt den nächsten Sampras oder Agassi versprechen zu können.“ Nun gebe es viele starke Spieler, doch bis zum Titel eines Major-Turniers bleibe es noch ein steiniger Weg.

International Tennis Hall of Fame startet neues Projekt

Anlässlich der Eröffnung des „Letters to Greatness“-Stands auf dem BNP Paribas Open traf sich McEnroe mit seiner Co-Präsidentin Kim Clijsters sowie zukünftigen Hall-of-Fame-Mitgliedern wie den Bryan-Brüdern. Fans können dort persönliche Nachrichten an die kommenden Tennislegenden aufnehmen und ihren Respekt bekunden.

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