Arthur Fils hat in dieser Saison einen echten Durchbruch erlebt. Der junge Franzose, der 2023 im Alter von nur 18 Jahren seinen ersten ATP-Titel in Lyon gewann, knüpft 2024 nahtlos an seine frühe Karriere an. Er sicherte sich ATP-500-Titel in Hamburg und Tokio und schaffte es in Wimbledon erstmals in die zweite Turnierwoche eines Grand Slams. Seitdem geht es steil bergauf.
Der 20-Jährige erreichte das Viertelfinale bei den Masters-1000-Turnieren in Indian Wells, Miami und nun auch in Monte Carlo. Damit ist er der jüngste Spieler seit Einführung des Masters-Formats im Jahr 1990, dem dieser Hattrick in den ersten drei Masters des Jahres gelungen ist – ein Rekord, den zuvor Rafael Nadal hielt. Aktuell steht Fils auf Platz 15 der Weltrangliste und wird voraussichtlich bald die Top 13 knacken.
Gilles Simon: „Ich hoffe, er gewinnt große Titel“
Gilles Simon, früher selbst Nummer sechs der Welt, beobachtet Fils’ Entwicklung mit großem Interesse. Im Gespräch mit Tennis365 sagte er: „Ich kannte Arthur – ich habe ihn kommen sehen, weil ich noch auf der Tour war, als er sich auf Challenger-Ebene durchsetzte.“
Obwohl Simon nicht direkt mit Fils arbeitet, fühlt er sich dem jungen Franzosen verbunden: „Als französischer Spieler will ich, dass die Franzosen so gut wie möglich spielen. Ich schaue zu, was sie machen, auch wenn ich keinen direkten Bezug habe. Ich gebe ihm keine Ratschläge, ich bin einfach ein Fan.“
Seine Unterstützung ist deutlich: „Er macht Fortschritte, er bekommt etwas mehr Aufmerksamkeit als andere Spieler. Ich bin interessiert, und ich hoffe, er wird große Titel gewinnen.“
Die nächste Herausforderung heißt Alcaraz
Nach Siegen über Tallon Griekspoor, Flavio Cobolli und zuletzt Andrey Rublev – sein siebter Erfolg gegen einen Top-10-Spieler – wartet nun Carlos Alcaraz. Der Spanier, Nummer drei der Welt, wird Fils im ersten direkten Duell im Halbfinale von Monte Carlo gegenüberstehen.
Mit seinem entschlossenen Auftreten auf Sand zeigt Fils, dass er bereit ist, die französische Tenniszukunft mitzugestalten.
