Emma Raducanu hat ihre Sandplatzsaison beim Madrid Open eindrucksvoll begonnen. Im Erstrundenmatch setzte sie sich gegen die 25-jährige Niederländerin Suzan Lamens mit 7:6(4), 6:4 durch. Sie lag in beiden Sätzen zurück, drehte die Begegnung jedoch dank entschlossenem Spiel und gewann in knapp zwei Stunden.
Überraschender Auftakt auf Sand
Es war ihr erster Sieg auf freiem Sand seit dem French Open 2022. Die 25-Jährige, aktuell auf Platz 73 geführt, bot lange starken Gegenwind. Sie punktete mit präzisen Grundschlägen und ging in beiden Durchgängen jeweils mit frühem Break in Führung. Dennoch schaffte sie keinen weiteren Satzgewinn. Vor dem Turnier hatte sie die Qualifikationsspiele für den Billie Jean King Cup in den Niederlanden sowie das WTA-250-Turnier in Rouen ausgelassen. Nach dem Viertelfinale in Miami vor einem Monat stellte sie ihre Form erneut unter Beweis. „Ich weiß, dass ich sehr gut spielen musste, um zu gewinnen, und auch wenn es nicht immer perfekt war, habe ich mich im richtigen Moment reingehängt“, sagte sie im Interview. Sie ist stolz auf ihren Kampfgeist, der ihr eine Stärke ist.
Starke Statistik und Ausblick
Mit dem Sieg sammelte sie 35 Punkte und kletterte in den Live-Ranglisten der WTA von Position 49 auf 47. Ihr Punktekonto beträgt nun 1 139 Zähler, da sie nächstes Jahr keine weiteren Punkte auf Sand verteidigen muss. Die Aufschlagleistung zeigte sich verbessert: 61 Prozent ihrer ersten Versuche landeten im Feld, dazu gelangen ihr vier Asse. Ihre bisher einzige Outdoor-Erfahrung auf Sand seit 2022 datiert auf die erste Runde des Madrider Turniers im vergangenen Jahr, als sie früh ausschied. Diesmal präsentierte sie ein stabileres Bild. Da sie in der Sandplatzsaison keine Punkte verteidigt, bieten sich ihr Chancen, die Rangliste weiter zu verbessern. Nun richtet sie den Blick auf die nächsten Runden und will ihre Leistung bestätigen.
