Casper Ruud steht im Finale der Madrid Masters 2025 – doch sein Weg dorthin war alles andere als schmerzfrei. Der Norweger besiegte Francisco Cerundolo mit 6:4, 7:5, musste jedoch bereits nach drei Spielen medizinische Hilfe wegen Schmerzen im Rippenbereich in Anspruch nehmen. Trotz offensichtlicher Beschwerden biss sich der 25-Jährige durch das Match.
„Ich war mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich das Match beenden kann“, sagte Ruud. „Ich habe beim Aufwärmen etwas in der Rippe gespürt, kurz bevor ich auf den Platz ging. Es tat bei fast jedem Schlag weh, besonders beim Aufschlag.“ Zwar erhielt er eine kurze Behandlung vom Turnierphysio, doch mehr als drei Minuten sind nicht erlaubt. „Ich werde das jetzt nochmal gründlich untersuchen lassen“, kündigte er an.
Mit Schmerzmitteln überstand Casper die Partie. „Nicht ideal, aber in so einer Situation muss man das manchmal machen. Ich habe versucht, Spiel für Spiel zu nehmen, und es wurde mit der Zeit etwas besser.“
Rückkehr in die Top 10 trotz schwerer Bedingungen
Mit dem Einzug ins Finale feiert Casper auch seine Rückkehr in die Top 10 der ATP-Weltrangliste. Erst vor zwei Wochen hatte er nach dem frühen Aus in Monte-Carlo seine Finalpunkte verloren und war aus der Elitegruppe gefallen.
Gegen Cerundolo hatte Ruud in den letzten beiden Begegnungen verloren – zuletzt in Miami. Daher ging er ohne große Erwartungen ins Match. „Ehrlich gesagt, ich dachte heute, ich bin ein bisschen der Außenseiter, weil er mich in Miami richtig vom Platz gefegt hat“, scherzte Ruud. „Klar, auf Sand ist es etwas langsamer, meine Schläge kommen besser zur Geltung, aber er ist mittlerweile ein starker Gegner auf jedem Belag.“
Zur Vorbereitung schaute er sich sogar einen alten Sieg gegen Cerundolo an. „Ich habe mir gestern unser Match von den Olympischen Spielen 2024 angesehen – das letzte Mal, dass ich gegen ihn gewonnen habe. Auch auf Sand. Ich hatte das im Kopf. Hier in Madrid ist es zwar etwas schneller, aber alles ist möglich.“
Im Finale trifft Ruud nun auf Jack Draper oder Lorenzo Musetti. Mit einem Sieg könnte er Tennisgeschichte schreiben – als erster Norweger, der ein Masters-1000-Turnier im Einzel gewinnt.
