Trainer Ferrero zweifelt öffentlich an Alcaraz’ Einstellung

by Faruk Imamovic
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Trainer Ferrero zweifelt öffentlich an Alcaraz’ Einstellung
© carlosalcarazbr/X/Fair Use

In der neuen Netflix-Dokumentation Carlos Alcaraz: My Way zeigt der junge spanische Tennisstar nicht nur seine sportlichen Höhenflüge, sondern auch die Zweifel, die ihn begleiten. Der 21-Jährige, der bereits vier Grand-Slam-Titel gewonnen hat, spricht offen über seinen inneren Konflikt: „Im Moment ist meine größte Angst, Tennis irgendwann nur noch als Pflicht zu sehen“, sagt Alcaraz. „Manchmal fühle ich mich wie ein Sklave des Tennis, und das verursacht Angst, Frust und Zweifel.“

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Diese ehrlichen Worte haben nicht nur die Fans überrascht – auch Trainerlegende Patrick Mouratoglou reagierte mit Verwunderung auf die Aussagen von Alcaraz’ Coach Juan Carlos Ferrero, der in der Serie ebenfalls zu Wort kommt.

Zweifel aus dem eigenen Team

Ferrero, seit 2018 an Alcaraz’ Seite, äußerte in der Dokumentation Bedenken über die Herangehensweise seines Schützlings: „Sein Verständnis von Arbeit und Verzicht unterscheidet sich so sehr von unserem, dass ich manchmal daran zweifle, ob ‘sein Weg’ ihm wirklich hilft, der Beste der Welt zu werden.“

Für Mouratoglou, derzeit Trainer von Naomi Osaka, ist es ungewöhnlich, dass ein Coach solche Kritik öffentlich äußert. In einem Instagram-Video erklärte er: „Ich war sehr überrascht zu lesen, dass sein Coach öffentlich sagt, er gebe nicht 100 Prozent. Das wird viel Kritik hervorrufen.“ Gleichzeitig zeigte er Verständnis: „Viele Profis nutzen dieses Verhalten als Strategie, um sich dem Druck zu entziehen. Ist es der richtige Weg? Wahrscheinlich nicht. Doch vielleicht hat Ferrero schon alles versucht und sucht nun einen neuen Impuls.“

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Wie geht es weiter für Alcaraz?

Mouratoglou betont, dass der Erfolg solcher Aussagen davon abhängt, wie der Spieler darauf reagiert: „Wenn es funktioniert, bravo. Wenn es die Beziehung oder den Spieler beschädigt, war es keine gute Entscheidung.“ Ob Ferreros Worte Alcaraz anspornen oder bremsen, wird sich zeigen.

Klar ist: Der Spanier hat seinen eigenen Stil – auf dem Platz und im Kopf. Ob dieser ihm auch in Rom hilft, wo er in der ersten Runde auf Yoshihito Nishioka oder Dusan Lajovic trifft, bleibt abzuwarten.

Carlos Alcaraz
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