Novak Djokovic hat sich kurzfristig für ein zusätzliches Turnier in Genf entschieden – eine Maßnahme, die ihm helfen soll, vor den French Open in Form zu kommen. Nach enttäuschenden Auftritten in Monte Carlo und Madrid, wo er früh gegen Alejandro Tabilo und Matteo Arnaldi ausschied, zieht der 24-fache Grand-Slam-Sieger nun die Reißleine.
Patrick Mouratoglou, renommierter Coach von Spielerinnen wie Naomi Osaka und früher auch von Serena Williams, zweifelt jedoch an Djokovics bisherigen Entscheidungen. „Ich war sehr überrascht von Novaks Auftritten in Monte Carlo und Madrid – nicht vom Niveau, das kennen wir. Sondern von seiner Einstellung“, schrieb er auf LinkedIn. „Es sah nicht so aus, als ob er gewinnen wollte. Er wirkte nicht körperlich bereit oder mental bei der Sache. Und für jemanden wie ihn bringt es dann nichts, überhaupt auf dem Platz zu stehen.“
Der Franzose kritisiert, dass Djokovic ohne die nötige Motivation in die Turniere ging. „Er braucht nicht die ganze Sandplatzsaison, aber ein paar Matches mit der richtigen Haltung – weil nichts Matchpraxis ersetzt. Du kannst nicht einfach bei einem Grand Slam auftauchen und erwarten, dass alles funktioniert.“
Die Frage nach dem GOAT ist für ihn beantwortet
Trotz seiner Skepsis, ob Djokovic in Paris erfolgreich sein kann, ist sich Mouratoglou sicher, dass der Serbe der beste Tennisspieler aller Zeiten ist. In einem Interview mit Tennis365 erinnerte er sich an die Anfänge: „Als Novak auf die Tour kam, dachten alle, Rafa und Roger seien unschlagbar. Dann sagte dieser junge Serbe vor einem Spiel gegen Roger: ‚Ich werde ihn schlagen.‘“
Die Reaktionen waren damals kritisch, doch Djokovic bewies, dass sein Selbstbewusstsein begründet war. „Er wurde Nummer 1, schlug Roger und Rafa mehrfach und hat am Ende die beste Bilanz der drei. Es gefällt nicht jedem, weil die anderen beliebter sind, aber es ist nicht mehr zu leugnen.“
Für Mouratoglou liegt Djokovics Stärke besonders im Kopf. „Du kannst Selbstvertrauen nicht lehren, du musst es dir verdienen. Novak lebt jeden Tag so, dass er der Beste sein kann – und genau deshalb ist er es.“
