Coco Gauff hat sich mit einem hart erkämpften Dreisatzsieg über Zheng Qinwen den Einzug ins Finale der Italian Open gesichert. Die Partie dauerte drei Stunden und 32 Minuten – am Ende setzte sich die Amerikanerin mit 7:6 (7:3), 4:6, 7:6 (7:4) durch. Es war das zweite Duell zwischen den beiden nach dem WTA-Finals-Endspiel 2024, das ebenfalls über drei Stunden ging – und erneut gewann Gauff.
„Ich wusste vorher, dass es ein körperlich intensives Match wird. Beim letzten Mal dauerte es ja auch über drei Stunden“, sagte Gauff nach dem Spiel. „Es war definitiv nicht mein bestes Tennis, um ehrlich zu sein. Ich bin einfach froh, dass ich es geschafft habe und wieder im Finale stehe.“
Jüngste Finalistin in Madrid und Rom seit 2009
Mit gerade einmal 21 Jahren ist Gauff die jüngste Spielerin, die seit Einführung des Madrid-Turniers 2009 sowohl dort als auch in Rom das Finale erreicht hat. Vor zwei Wochen stand sie in Spanien bereits im Endspiel, unterlag dort jedoch Aryna Sabalenka in zwei Sätzen. In Madrid schlug sie auf dem Weg ins Finale unter anderem Iga Swiatek und Mirra Andreeva. Beide bezwang sie auch in Rom.
Gauff gehört inzwischen zu den Topspielerinnen auf der Tour: Nach Serena Williams könnte sie als erste US-Amerikanerin seit 2016 den Titel in Rom holen. Weitere US-Siegerinnen sind Billie Jean King, Chris Evert, Monica Seles und Venus Williams.
Im Finale trifft Gauff auf Jasmine Paolini, die sich klar gegen Peyton Stearns durchsetzte. Sie erwartet eine aufgeheizte Stimmung: „Gerade mit dem Heimpublikum im Rücken wird sie groß aufspielen. Ich muss mit dem Besten rechnen“, so Gauff. „Hoffentlich bringe ich ein besseres Niveau und gewinne den Titel. Wenn nicht, bin ich trotzdem stolz auf dieses Match.“
Bemerkenswert ist Gauffs Bilanz in entscheidenden Tiebreaks: Acht der letzten zehn hat sie gewonnen – ein klares Zeichen für ihre mentale Stärke in engen Situationen.
