Am Donnerstag, den 22. Mai, wird in Paris die Auslosung für die diesjährigen French Open vorgenommen. Schon jetzt steht fest, dass Jannik Sinner als Nummer 1 und Carlos Alcaraz als Nummer 2 gesetzt sind – ein direktes Duell ist also frühestens im Finale möglich.
Besonders spannend wird, in welche Hälfte Alexander Zverev gelost wird. Der Deutsche ist als Nummer 3 gesetzt und hat in Paris eine starke Bilanz: vier Halbfinals in Folge, 2024 stand er sogar im Endspiel. Damals führte er gegen Alcaraz mit 2:1 Sätzen, bevor der Spanier das Match drehte. Zverev hat positive Bilanzen gegen beide Topgesetzten – ein möglicher Stolperstein für Sinner oder Alcaraz.
Auch Novak Djokovic wird mit Interesse erwartet. Der Serbe, aktuell Weltranglisten-Sechster, ist außerhalb der Top vier gesetzt. Das bedeutet, er könnte früh auf Sinner, Alcaraz, Zverev oder den viertgesetzten Taylor Fritz treffen. Gegen Fritz hat Djokovic zwar eine 10:0-Bilanz, doch seine Form war seit dem Halbfinale von Miami eher durchwachsen.
Frauenfeld mit Überraschungspotenzial
Bei den Frauen gibt es ein Novum: Iga Swiatek, viermalige Siegerin in Paris, ist erstmals seit 2022 nicht unter den Top zwei gesetzt. Die Polin hat seit ihrem Titel im Vorjahr kein Turnier mehr gewonnen und startet diesmal als Nummer 5. Damit droht ein Duell mit Aryna Sabalenka, Coco Gauff, Jessica Pegula oder Jasmine Paolini schon im Viertelfinale.
Sabalenka selbst geht wohl erstmals als Favoritin ins Turnier. Die Weltranglistenerste hat in Paris in den letzten beiden Jahren mindestens das Viertelfinale erreicht und sich zur konstantesten Grand-Slam-Spielerin der WTA entwickelt. Noch fehlt ihr aber ein Titel auf Sand.
Ein weiterer spannender Punkt: mehrere große Namen wie Naomi Osaka, Emma Raducanu und Belinda Bencic sind ungesetzt. Wo sie im Tableau landen, könnte großen Einfluss auf das Turniergeschehen haben. Bei den Herren ist besonders der 18-jährige Brasilianer Joao Fonseca zu beachten, der erstmals direkt in ein Grand Slam einzieht.
