Jack Drapers Traum vom Viertelfinale bei den French Open endete auf dem Court Suzanne Lenglen. Der Brite unterlag Alexander Bublik mit 5:7, 6:3, 6:2, 6:4 in einem Match, das der Kasache über weite Strecken dominierte.
Bubliks Spiel war geprägt von kluger Taktik und beeindruckender Vielseitigkeit. Immer wieder setzte er den Stoppball gezielt ein – eine Waffe, auf die Draper keine Antwort fand. Der Brite stand oft weit hinter der Grundlinie, was Bublik nutzte, um ihn aus dem Rhythmus zu bringen. Draper veränderte sein Spiel kaum und musste anerkennen, dass Bublik schlicht auf einem sehr hohen Niveau agierte.
„Es war ein schweres Match. Ich habe nicht schlecht gespielt, aber eben auch nicht besonders gut“, sagte Draper nach der Niederlage. „Er hat unglaublich gespielt und mich nicht zu meinem Spiel finden lassen. Ich bin enttäuscht, weil ich heute eine Chance hatte und sie verpasst habe.“
Trotz allem zeigte sich Draper kämpferisch: „Ich habe mich auf Sand weiterentwickelt. Ich nehme aus jeder Niederlage etwas mit, auch wenn es gerade weh tut.“
Bublik emotional nach historischem Sieg
Bublik erreichte mit diesem Sieg erstmals ein Viertelfinale bei einem Grand Slam. Nach dem Match konnte er seine Emotionen kaum verbergen: „Manchmal im Leben hat man nur eine Chance, und ich hatte das Gefühl, das war meine. Ich konnte sie nicht verschenken. Hier zu stehen, ist der beste Moment meines Lebens – Punkt.“
Experten wie Mark Petchey und Tim Henman lobten die Leistung des 26-Jährigen. Petchey erklärte: „Das war nicht Draper, der schlecht gespielt hat. Bublik war heute einfach das Problem auf dem Platz.“ Henman ergänzte: „Jack hatte einen guten Start, aber dann kam Bubliks Qualität zum Vorschein. Seine Schlagtechnik, seine zweite Aufschläge – beeindruckend.“
Bublik muss sich nun auf die nächste Runde vorbereiten. Doch eins ist sicher: Mit seinem variantenreichen Spiel und seiner emotionalen Art hat er in Paris ein Ausrufezeichen gesetzt.
