Carlos Alcaraz und Jannik Sinner stehen sich zum ersten Mal in einem Grand-Slam-Finale gegenüber. Für einen von beiden endet damit eine bislang makellose Finalbilanz. Sowohl der Weltranglistenerste Sinner als auch die Nummer zwei Alcaraz haben bislang kein Major-Finale verloren. Wer am Sonntag gewinnt, darf sich nicht nur über einen weiteren Titel freuen, sondern könnte auch bald eine beeindruckende Bestmarke von Roger Federer gefährden.
Alcaraz hat bisher alle vier Grand-Slam-Finals gewonnen – seine Bilanz ist damit die zweitbeste eines männlichen Spielers in der Open Era. Nur Federer blieb in seinen ersten sieben Major-Endspielen ungeschlagen. Der Schweizer gewann zwischen 2003 und 2006 unter anderem Wimbledon, die US Open und die Australian Open, bevor ihn Rafael Nadal bei den French Open 2006 stoppte.
Sinner steht aktuell bei drei Siegen aus drei Grand-Slam-Endspielen. Sollte er auch das nächste Finale für sich entscheiden, würde er mit Alcaraz gleichziehen. Gleichzeitig hätte er die Chance, den Spanier davon abzuhalten, Federers Serie zu überbieten.
Beeindruckende Titelreisen
Alcaraz’ erster großer Triumph gelang 2022 bei den US Open gegen Casper Ruud. Danach folgten spektakuläre Siege gegen Novak Djokovic in Wimbledon 2023 und 2024, sowie ein Comeback-Sieg gegen Alexander Zverev bei den French Open 2024.
Sinner schrieb bei den Australian Open 2024 Geschichte, als er ein 0:2-Satzdefizit gegen Daniil Medvedev drehte. Danach bezwang er Taylor Fritz im US-Open-Finale und verteidigte in Melbourne 2025 seinen Titel gegen Zverev.
Beide haben in ihrer jungen Karriere eindrucksvoll bewiesen, dass sie auf der großen Bühne bestehen können. Das Duell in diesem Finale verspricht daher nicht nur sportlich Hochspannung, sondern könnte auch die Weichen für eine neue Ära im Herrentennis stellen.
