Das ATP-500-Turnier im Queen’s Club erlebt in diesem Jahr einen deutlichen Aderlass. Drei bekannte Namen – Tommy Paul, Lorenzo Musetti und Matteo Berrettini – werden nicht an den Start gehen. Besonders bitter ist das für Paul, der 2023 das bislang größte Turnier seiner Karriere gewann. Damals besiegte er Musetti im Finale in zwei Sätzen. Auch Berrettini, der 2021 und 2022 in London triumphierte, zieht seine Teilnahme zurück.
Paul äußerte sich am Freitag auf Instagram: „Ich bin am Boden zerstört, dass ich nächste Woche nicht beim Queen’s Club spielen kann. Leider erhole ich mich noch immer von meiner Bauchmuskelzerrung und brauche noch etwas Zeit, um wieder ganz fit zu werden. Ich freue mich darauf, bald wieder auf Rasen zu spielen.“
Der Hauptfeldstart am Samstag wird somit ohne das letztjährige Endspielduo und den zweimaligen Champion stattfinden. Für Novak Djokovic und Jack Draper bringt diese Entwicklung allerdings eine gute Nachricht – ihre Chancen auf eine Setzposition unter den Top Vier in Wimbledon steigen.
Einfluss auf das Wimbledon-Ranking
Musetti war bis zuletzt auf Kurs, sich einen der vier Topplätze bei der Setzliste für Wimbledon zu sichern. In den Live-Rankings lag er auf Platz sieben, direkt vor Paul. Doch seine Absage – und der Umstand, dass er auch in der Woche nach dem Queen’s Club nicht spielt – wirft ihn aus dem Rennen um eine Topplatzierung.
Djokovic profitiert: Ohne Punkteverlust vor Wimbledon klettert er auf Platz vier mit 4.630 Punkten. Draper folgt mit 4.550, Taylor Fritz liegt knapp dahinter mit 4.535. Musetti hält 4.470 Punkte, während Paul mit 3.470 deutlich zurückliegt.
Fritz bleibt aktuell im Rennen, er spielt derzeit beim Turnier in Stuttgart und wird kommende Woche auch in London aufschlagen. Da er dort nur 100 Punkte zu verteidigen hat, könnte er Djokovic noch überholen.
Die Top-Drei der Setzliste stehen fest: Jannik Sinner geht zum zweiten Mal in Folge als Nummer eins ins Turnier, gefolgt von Titelverteidiger Carlos Alcaraz und Alexander Zverev auf Rang drei.
