Stefanos Tsitsipas hat sich einen der besten Aufschläger der Tennisgeschichte an seine Seite geholt: Goran Ivanisevic. Der ehemalige Wimbledon-Sieger trainierte bereits Marin Cilic und Novak Djokovic, bei denen er den Aufschlag zu einer echten Waffe formte. Nun soll er Tsitsipas helfen, sein eigenes Service deutlich zu verbessern.
„Ich glaube, mein Aufschlag kann um zehn bis fünfzehn Prozent besser werden“, sagte Stefanos am Rande des Giorgio Armani Classic in Hurlingham. Er spricht offen über langanhaltende Schwierigkeiten mit seiner Konstanz beim Ballwurf. „Das ist mir bewusst, und ich versuche schon länger, das zu korrigieren – auch schon bevor Goran dazu kam.“
In intensiven Gesprächen mit seinem neuen Coach gehe es um die technischen Grundlagen: Was macht einen guten Aufschlag aus? Was sollte vermieden werden? Stefanos zeigt sich lernbereit: „Wenn mir Goran nicht helfen kann, dann kann es wahrscheinlich niemand.“
Ein Neuanfang auf Augenhöhe
Seit Beginn der Rasensaison arbeitet der Grieche mit Ivanisevic zusammen. Zwar musste Stefanos sein Erstrundenmatch in Wimbledon verletzungsbedingt aufgeben, doch der Weg ist langfristig angelegt. Die Zusammenarbeit mit einem Ex-Coach von Novak Djokovic setzt ihn laut eigener Aussage nicht unter Druck. Im Gegenteil: „Das Beste, was Goran gesagt hat, ist, dass er gerade nicht Djokovic trainiert. Wir fangen bei null an.“
Tsitsipas beschreibt die Arbeit mit Ivanisevic als „bodenständig“ und „demütigend im besten Sinne“. Der 26-Jährige fühlt sich respektiert, gleichzeitig sei klar: große Erfolge seien nicht von heute auf morgen zu erwarten. „Jeder kleine Fortschritt ist ein großer Fortschritt. Wenn man das oft genug wiederholt, wird es irgendwann zum Standard.“
Die Partnerschaft basiert auf gegenseitigem Respekt und dem Willen, etwas Neues aufzubauen. Große Ziele gibt es – aber keine überzogenen Erwartungen.
