Novak Djokovic zeigte auch in der zweiten Runde von Wimbledon 2025 keine Schwächen. Der 24-fache Grand-Slam-Sieger besiegte den Briten Dan Evans mit 6:3, 6:2, 6:0 und erreichte damit zum 19. Mal in 20 Teilnahmen die dritte Runde. Mit 38 Jahren und 39 Tagen ist er der älteste Spieler seit Jimmy Connors 1991, der in Wimbledon einen Satz zu null gewinnt.
„Einen Briten in Großbritannien zu schlagen, ist nie einfach“, sagte Nole nach dem Spiel. „Dan Evans kann gefährlich sein, wenn man nicht sein bestes Tennis spielt – aber ich war von Anfang an voll da. Ich wusste genau, was zu tun war, und habe es perfekt umgesetzt.“
Der Serbe spielte nahezu fehlerlos: 46 Winner bei nur 14 unerzwungenen Fehlern und sechs Breaks gegen Evans sprechen für sich. „Manchmal hat man eben solche Tage, da klappt einfach alles“, meinte Nole bescheiden.
Kein Blick zurück – noch nicht
Trotz seiner Erfolge scheint Nole wenig Zeit für Rückblicke zu haben. Als er auf seinen 99. Wimbledon-Sieg angesprochen wurde, sagte er: „Das zeigt wohl, dass ich schon ziemlich lange spiele! Ich liebe diesen Sport noch immer – Wimbledon ist für mich das besonderste Turnier. Ich habe als Kind davon geträumt, hier zu gewinnen.“
Er ergänzte: „Ich nehme mir keine Zeit zum Innehalten. Es fehlt einfach an Momenten dafür. Der Profisport auf diesem Niveau verlangt völlige Hingabe.“ Auch außerhalb der Turniere bleibt der Tennisschläger selten ungenutzt. „Wenn ich nicht spiele, spiele ich mit meinen Kindern zu Hause.“
Ein wenig Humor ließ sich Nole dennoch nicht nehmen. „Ich denke, das Nachdenken kommt später – wenn ich den Schläger an den Nagel hänge, Margaritas am Strand trinke mit Roger Federer und Rafael Nadal, und wir gemeinsam über unsere Rivalität nachdenken.“
In der nächsten Runde trifft Djokovic auf seinen Landsmann Miomir Kecmanovic. Gewinnt er, zieht er mit Roger Federer in der Statistik der meisten Wimbledon-Siege nach dem 30. Lebensjahr gleich. Noch ein Rekord ist also in Reichweite – und Nole scheint fest entschlossen, ihn sich zu holen.
