Carlos Alcaraz und Jannik Sinner zählen aktuell zu den dominierenden Gesichtern im Männertennis. Beide sind noch jung, beide haben bereits Grand-Slam-Titel gewonnen, und ihr episches Finale bei den French Open ließ Fans und Experten träumen. Tennislegende John McEnroe sagte sogar, dass sie in ihrer heutigen Form „Favoriten gegen einen Rafael Nadal in Bestform auf Sand“ wären.
Doch Ex-Briten-Star Dan Evans tritt auf die Bremse. Im Gespräch mit Tennis365 mahnte er zur Vorsicht: „Es ist einfach, nach solchen Matches wie in Paris über sie zu sprechen, aber Sinner und Alcaraz müssen noch viele Grand Slams gewinnen, bevor sie auch nur annähernd an die Rekorde von Novak herankommen.“
Lob mit Einschränkungen
Evans betont, wie konstant und beeindruckend beide aktuell spielen, sieht aber noch keine Vergleichbarkeit mit Roger Federer, Rafael Nadal oder Novak Djokovic: „Sie machen das momentan großartig, aber sie müssen dieses Niveau lange halten – und ihr Körper muss das mitmachen.“
Im Rückblick auf seine eigene Niederlage gegen Djokovic in Wimbledon sieht Evans den Serben weiterhin als Messlatte: „Novak hat gerade seinen 100. Titel geholt und die meisten Grand Slams gewonnen. Er ist momentan der Einzige, der diese Debatte für sich entscheidet.“
Alcaraz und Sinner noch am Anfang
Evans glaubt, dass die Geschichte der neuen Generation noch nicht geschrieben ist. „Die beiden stehen erst am Anfang. Wir werden in ein paar Jahren sehen, wie sie wirklich im Vergleich zu den ganz Großen dastehen.“
Auch den Einsatz von Djokovic gegen die neue Generation bewundert er: „Andere aus seiner Generation mussten sich nicht mit zwei Ausnahmetalenten gleichzeitig messen. Was Novak da macht, ist beeindruckend – aber es ist hart.“
