Bertolucci sieht Sinner und Alcaraz näher am Grand Slam als Djokovic

by Faruk Imamovic
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Bertolucci sieht Sinner und Alcaraz näher am Grand Slam als Djokovic
© nickreddy/X/Fair Use

Der Traum vom Calendar Grand Slam – dem Gewinn aller vier Grand-Slam-Titel in einem Jahr – blieb selbst Tennisgrößen wie Novak Djokovic, Rafael Nadal und Roger Federer verwehrt. Obwohl Djokovic dem Ziel mehrfach nahekam, fehlte ihm am Ende stets ein letzter Schritt. Nun traut der frühere Davis-Cup-Sieger Paolo Bertolucci der nächsten Generation diesen Meilenstein eher zu – insbesondere Jannik Sinner und Carlos Alcaraz.

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„Meiner Meinung nach ist die Möglichkeit heute größer, weil wir zwei Spieler auf diesem Niveau haben – nicht drei, vier oder fünf wie im letzten Jahrzehnt“, schrieb Bertolucci in Gazzetta dello Sport. Seiner Einschätzung nach sind Sinner und Alcaraz „in einer anderen Sportart unterwegs“. Im vergangenen Jahr teilten sie sich jeweils zwei Majors. Aktuell liegt Sinner in der laufenden Saison mit 2:1 vorn – Paris hätte das dritte sein können, hätte er dort nicht drei Matchbälle vergeben.

Kleiner Unterschied, große Wirkung

Sinners Triumph in Wimbledon hat viele überrascht, die Alcaraz auf Rasen im Vorteil sahen. Bertolucci sieht die Leistungsdichte bei den beiden Ausnahmetalenten inzwischen so eng, dass schon minimale Schwankungen entscheidend sind. „Wenn einer von beiden nur drei Prozent weniger bringt, wird er vom Platz gefegt“, so der Italiener.

Auch die äußeren Bedingungen haben sich gewandelt: „Wir sprechen von einem immer körperlicheren und weniger technischen Sport, mit anderen Schlägern, Bällen und Oberflächen.“ Ein Bild aus dem Jahr 1985 zeige noch eine tiefe Spur Richtung Netz auf dem Rasen – heute dominiere das Grundlinienspiel. Vor allem Sinner und Alcaraz beeindruckten mit langen Rallyes und druckvollen Schlägen.

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„Djokovics Ball ist inzwischen 20 km/h langsamer“, merkte Bertolucci an und sieht in den kommenden Jahren vor allem zwei Namen an der Spitze: „Vielleicht kommt noch jemand wie Joao Fonseca, aber für die nächsten drei Jahre ist die Bühne frei für die Erben von Rod Laver.“

Alcaraz
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