Holger Rune hat in seiner noch jungen Karriere bereits viele Trainer erlebt – nun sorgt ein neues Gesicht für Gesprächsstoff. In Washington wurde der Däne beim Training mit Tennislegende Andre Agassi gesichtet. Offiziell bestätigt ist nichts, doch es mehren sich die Anzeichen, dass die beiden eine Zusammenarbeit testen.
Nach der Trennung von Patrick Mouratoglou im Juli 2024, übernahm kurzzeitig Boris Becker das Coaching – ein Versuch, der im Februar 2024 endete. Aktuell betreuen ihn Kenneth Carlsen und Lars Christensen. Doch Holger sucht weiter nach einer langfristigen Lösung.
„Nach 15 Jahren mit demselben Coach ist es nicht leicht, beim ersten Versuch die perfekte Ergänzung zu finden“, erklärte Holger nach dem Aus mit Becker. „Ich habe viel gelernt, weiß jetzt, was ich brauche, um mich wohlzufühlen und mich gleichzeitig zu entwickeln. Ich habe große Ziele und brauche Leute mit derselben Vision – und denen ich vertrauen kann.“
Agassi, einst die Nummer eins der Welt, trainierte zuvor unter anderem Novak Djokovic und Grigor Dimitrov. Ob er fest ins Team aufgenommen wird, bleibt offen. Holger wird beim ATP-500-Turnier in Washington vom 21. bis 27. Juli erneut unter Agassis Beobachtung spielen.
Zwischen Top-Leistungen und Rückschlägen
Sportlich verläuft das Jahr 2025 für Rune wechselhaft. Nach soliden Auftritten bei den Grand Slams in Melbourne und Paris bremsten ihn Krankheiten in Rotterdam und Acapulco aus. In Indian Wells stand er erstmals seit über einem Jahr wieder in einem Finale, unterlag dort jedoch Jack Draper.
Besonders stark präsentierte er sich später auf Sand in Barcelona, wo er Titelverteidiger Carlos Alcaraz besiegte. Doch immer wieder warfen ihn körperliche Probleme zurück. In Wimbledon scheiterte er in der ersten Runde an Nicolas Jarry – auch wegen Knieproblemen.
„Wenn ich normal spiele, schlage ich ihn neun von zehn Mal, bei allem Respekt“, sagte Rune nach dem Match. „Im vierten Satz spürte ich das Knie wieder, konnte nicht mehr richtig servieren oder die Rückhand durchziehen.“
Die Beschwerden traten bereits früher in der Saison auf. „Ich kenne das Problem, hatte es lange nicht. Besonders auf Rasen, wo man tief gehen muss, kann es zurückkommen“, erklärte er.
