Wimbledon darf erweitern: Gericht weist Anwohnerklage ab

by Faruk Imamovic
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Wimbledon darf erweitern: Gericht weist Anwohnerklage ab
© Wimbledon/X/Fair Use

Die geplante Erweiterung des berühmten Wimbledon-Geländes hat eine wichtige Hürde genommen. Ein britischer High Court-Richter hat eine Klage der Anwohnerinitiative Save Wimbledon Park (SWP) abgewiesen, die sich gegen das Bauvorhaben auf dem Gelände des ehemaligen Wimbledon Park Golf Clubs richtete.

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Richter Saini wies die Klage zurück und bestätigte damit die Entscheidung der Greater London Authority, die dem Projekt bereits zugestimmt hatte. Die SWP hatte argumentiert, die Genehmigung verstoße gegen geltendes Recht – ohne Erfolg.

Das Projekt sieht die Errichtung von 39 neuen Tennisplätzen sowie eines Stadions mit 8000 Sitzplätzen vor. Damit soll ein neues Zuhause für die Wimbledon-Qualifikation entstehen, die bislang im vier Meilen entfernten Roehampton stattfindet.

Zugang für alle und neue Grünflächen

Debbie Jevans, Vorsitzende des Veranstalters AELTC, begrüßte die Entscheidung: „Wir freuen uns sehr, dass Herr Justice Saini die Anfechtung der Baugenehmigung abgewiesen hat. Die Pläne ermöglichen es uns, ein dauerhaftes Zuhause für die Qualifikation zu schaffen und gleichzeitig 27 Hektar neue Parklandschaft für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen – auf einem Gelände, das über 100 Jahre privat war.“

Laut Jevans hätten über 10.000 Menschen das Angebot genutzt, sich vor Ort über die Pläne zu informieren. „Die meisten möchten einfach, dass wir mit den Verbesserungen beginnen.“

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Im Januar 2026 folgt ein weiteres Gerichtsverfahren. Dabei soll geklärt werden, ob ein gesetzliches Treuhandverhältnis über das frühere Golfplatzgelände besteht. Der AELTC bestreitet dies.

Investition in Sport und Stadtentwicklung

Londons Bürgermeister Sadiq Khan lobte das Projekt: „Diese Entscheidung festigt Wimbledons Stellung als größtes Tennisturnier der Welt und Londons Ruf als Sporthauptstadt. Das Vorhaben bringt wirtschaftliche, soziale und ökologische Vorteile – für die Region, die Hauptstadt und das ganze Land.“

Neben Wimbledon plant London weitere große Sportprojekte, darunter die Bewerbung um die Leichtathletik-WM 2029 und die Austragung des Finales der Frauen-Rugby-WM.

Mit einem geschätzten Volumen von 200 Millionen Pfund wird das Turniergelände beinahe verdreifacht – ein deutlicher Schritt in die Zukunft des traditionsreichen Events.

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