Stefanos Tsitsipas will die Beziehung zu seinem Vater Apostolos neu aufbauen – beruflich wie privat. Nach ihrer Trennung als Coach und Spieler Ende 2024 hat der Grieche inzwischen wieder den Kontakt gesucht. „Es war ein sehr schwieriges Ende, so wie es letztes Jahr gelaufen ist“, sagte Tsitsipas gegenüber Ziggo Sport. „Er hat mich an einen Punkt gebracht, an dem ich mich selbst kaum wiedererkannt habe.“
Der 25-Jährige räumte ein, dass auch sein eigenes Verhalten zur Eskalation beigetragen habe. „Es gibt viele Dinge, die ich bereue. Mein Verhalten war nicht besonders reif und nicht typisch für mich. Er hat definitiv dazu beigetragen, dass ich meine innere Kontrolle verloren habe.“
Seitdem haben sie viel gesprochen. Apostolos begleitet ihn nun wieder gelegentlich auf Tour – nicht mehr offiziell als Coach, sondern in der Rolle des Vaters. Tsitsipas betonte, dass er klare Regeln setzen wolle: „Manchmal habe ich das Gefühl, er will zu viel auf eigene Faust entscheiden. Ich versuche, ihm klarzumachen, dass gewisse Dinge so laufen müssen, wie ich es will.“
Formtief, Rückenschmerzen und ein Schritt zurück
Sportlich läuft es für den Weltranglisten-30. derzeit nicht rund. Seit dem Titelgewinn in Dubai im Februar hat Tsitsipas kein Halbfinale mehr erreicht. Beim Wimbledon-Turnier musste er seine Erstrundenpartie gegen Valentin Royer aufgrund von Rückenproblemen aufgeben – ein körperliches Problem, das ihn seit den ATP Finals 2023 begleitet.
Nach einem kurzen Versuch mit Goran Ivanisevic als Coach – der nach kritischen Worten schnell endete – will sich Tsitsipas nun neu aufstellen. Vor dem kanadischen Masters in Toronto zeigt er sich optimistischer: „Ich fühle mich viel, viel besser. Vor drei Wochen hätte ich das nicht für möglich gehalten, weil ich körperlich in einem wirklich schlechten Zustand war.“
Die Rückkehr auf den Platz sei nicht selbstverständlich. „Wenn der Körper nicht mitmacht, leidet alles andere auch. In so einer Situation muss man stark bleiben.“
In Toronto trifft er nun entweder auf Christopher O’Connell oder Tseng Chun-hsin. Es wäre der erste Schritt zurück zu mehr Konstanz – mit der Unterstützung seines Vaters im Hintergrund.
