Das diesjährige Cincinnati Open startet am Donnerstag, den 7. August, mit einer grundlegenden Veränderung: Das ATP Masters 1000 Turnier findet erstmals über zwölf Tage statt und bietet 96 Spielern im Hauptfeld die Chance auf den Titel. In der Vergangenheit gab es nur 56 Teilnehmer und das Event dauerte eine Woche. Die Liste der Absagen ist prominent: Jack Draper, Novak Djokovic, Francisco Cerundolo, Grigor Dimitrov und Alexander Bublik werden fehlen.
Trotzdem richtet sich das Interesse vor allem auf die Topstars Jannik Sinner und Carlos Alcaraz, die beide als Favoriten ins Rennen gehen. Sinner kommt nach seinem historischen Wimbledon-Triumph und als Titelverteidiger nach Cincinnati zurück, Alcaraz steigt nach Wimbledon erstmals wieder ins Turniergeschehen ein.
Die Favoriten und ihre Wege
Im ersten Viertel des Tableaus hat Jannik Sinner eine günstige Auslosung erwischt. Der Weltranglistenerste trifft zunächst auf Vit Kopriva oder einen Qualifikanten und könnte im Viertelfinale auf Lorenzo Musetti stoßen. Sollte es so kommen, könnte Felix Auger-Aliassime für eine Überraschung sorgen, da er sich auf schnellen Belägen wohlfühlt und in Cincinnati bereits zweimal das Viertelfinale erreicht hat.
Im zweiten Viertel ist der US-Amerikaner Taylor Fritz der Mann, auf den viele Blicke gerichtet sind. Er überzeugte zuletzt auf Rasen und zeigte auch auf Hartplatz in Washington und Toronto starke Leistungen. Eine mögliche Viertelfinalbegegnung mit Frances Tiafoe, der 2024 in Cincinnati das Finale erreichte, könnte spannend werden.
Alexander Zverev hat nach einem Trainingsblock auf Mallorca neues Selbstvertrauen getankt und steht im dritten Viertel vor einigen Herausforderungen. Er trifft womöglich schon früh auf Gael Monfils und könnte in der Runde der letzten Acht auf Ben Shelton stoßen. Daniil Medvedev könnte in dieser Sektion eine Rolle spielen, auch wenn er zuletzt nicht ganz überzeugen konnte.
Im vierten Viertel wartet Carlos Alcaraz auf seinen ersten Auftritt seit Wimbledon. Nach dem Start gegen Damir Dzumhur oder Mattia Bellucci könnten unter anderem Tallon Griekspoor oder Jakub Mensik Gegner werden. Der Spanier könnte im Viertelfinale auf Alex de Minaur treffen, der in den letzten Wochen in starker Form war.
Prognosen für die Finalrunde
Die Prognosen für die Endrunde sehen ein erneutes Finale zwischen Sinner und Alcaraz vor, wie bereits in Rom, bei den French Open und in Wimbledon. Beide gelten als besonders frisch und ausgeruht, da sie nach Wimbledon pausiert haben.
Im Halbfinale wird Sinner als Sieger gegen Fritz erwartet, während Alcaraz sich in drei Sätzen gegen Zverev durchsetzen könnte. Im Finale sieht die Prognose einen knappen Erfolg für Sinner in drei Sätzen gegen Alcaraz – nicht zuletzt wegen seines Sieges über Alcaraz in Wimbledon und seiner Stärke auf schnellen Hartplätzen.
