Carlos Alcaraz hat mit einem beeindruckenden Auftritt das US-Open-Finale gegen Jannik Sinner gewonnen und sich damit die Spitze der Weltrangliste zurückgeholt. Der Spanier setzte sich nach vier Sätzen mit 6:2, 3:6, 6:1, 6:4 durch und holte seinen sechsten Grand-Slam-Titel – mit nur 22 Jahren.
Es war bereits das dritte Grand-Slam-Finale zwischen Alcaraz und Sinner im Jahr 2025. Nachdem der Spanier im Juni schon die French Open gewonnen hatte, bestätigte er in New York seine Vormachtstellung. „Alcaraz war einfach ein bisschen zu gut“, urteilte der frühere Weltklassespieler Mats Wilander bei Eurosport.
Überlegenheit gegen Sinner
Wilander zeigte sich besonders von der Konsequenz des Spaniers beeindruckt: „Heute war er genauso scharf wie im ganzen Turnier und er war einfach zu gut. Er ist immer noch so jung, das ist das, was Angst macht. Er hat sechs Major-Titel, ist wieder die Nummer 1 der Welt, was riesig für ihn ist.“
Auch in den Details sah der ehemalige US-Open-Sieger klare Vorteile bei Alcaraz. „Er war so fokussiert, er hat kaum leichte Fehler gemacht. Er ist überall stark. Das Beste ist seine Ausstrahlung: Er ist nett, bescheiden, jugendlich und er hat Spaß. Er ist ein großartiger Botschafter für unseren Sport.“ Besonders stark war diesmal sein Aufschlag, eine Waffe, die sonst eher Sinner für sich beansprucht.
Ein Blick in die Zukunft
Der Sieg hat eine weitere Debatte entfacht: Kann Alcaraz die großen Drei – Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic – eines Tages einholen? Mit seinen sechs Titeln liegt er weit zurück, doch Wilander sieht Potenzial: „Die Frage ist, ob er so viel gewinnen wird wie Federer, Djokovic und Nadal. Wird er 20 Titel holen? Es gibt eine gute Chance.“
Alcaraz selbst lässt sich von solchen Fragen kaum beirren. Entscheidend sei für ihn, weiter Spaß am Spiel zu haben und konstant auf höchstem Niveau zu bleiben. Für die Tenniswelt steht jedoch fest: Das Duell zwischen ihm und Sinner wird die großen Turniere wohl noch viele Jahre prägen.
